Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-08-28. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 234, 1918-08-28. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Im Rahmen der feindlichen Gesamtopera­ tionen hat sich! aus den außerordentlich schwe-ren Kämpfen am 23. und 24. August ein Tnrchbruchsversuch entwickelt, der sich über eine mehr als 100 Kilometer lange Schlachtfront ausdehnt. ; M 34c Amerikaner in Frankreich. ; Bern, 26. Aug. Nach dem Lyoner Nouvelliste schweben Zwischen der amerikanischen und der französischen Regierung Unterhandlun-, gen, nach denen die in Frankreich ansässigen Amerikaner, die ihrer militärischen Dienstpflicht nicht nachgekommen sind, in die rnnmfam^ sche Armee in Frankreich eingereiht werden sollen. - ; ! i ) [ ' ' ! ; [■ Französische Propaganda gegen Amerika. Zürich, 27. August. Pariser Blätter melden, daß die desaitistische Propaganda zu­ nimmt. In den Straßen predigen junge Leute anarchistische Lehren und verteilen retiotutto, näre Zeitungen, von denen eine große Anzahl! konfisziert wird. Auffallend ist die starke Pro­ paganda gegen Amerika. Eine Gesellschaft ver­ sendet Flugblätter, in denen es heißt: 50 Jahre hindurch sei Frankreich der Narr der Frem­ den gewesen. Jetzt habe sich! Amerika wie ein Raubvogel aus das Land gestürzt. Vom westlichen Kriegsschauplatz. Wechsel der französische« Angriffsmittcl. Tem Berl. Lok.-Anz. wird indirekt aus Paris gemeldet: In den letzten Tagen derKämpse zwischen Oise und Aisne hat sich ei,ne auf­ fallende Wendung in der Wahl der franzö­ sischen Angriffsmittel vollzogen. Tie Last der ersten Angriffe wird von mechanischen Kampfmitteln getragen, die in der Hauptsa­ che aus Sturmwagen, Bomben und Maschinen­ gewehren und Kampffliegern bestehen. Tie Jn- ────────── Aus Polen. Die polnische Westgrenze. Breslau, den 27. Aug. Während der Besprechungen der Fraktionssührer desReichstages mit dem Vizekanzler von Payer wurde anchi die Frage der polnischen Westgrenze ge­ streift, doch verlautet in eingewschtan politi­ schen Kreisen, daß der Vizekanzler bestimmt iin Abrede gestellt habe, daß bindende Be­ schlüsse bereits gefaßt worden seien. ────────── Berletzung der finnischen Neutralität durch sie Engländer . Helftngfors, 36. Aug. Eine Verletz­ ung der finnischen Neutralität durch die Eng­ länder meldet das nordöstliche sinntscheGrenzschutzkckmmando. Danach erschien am Samstag, von Osten kommend, ein großes, graugestrijchenes Wasserflugzeug in einer Höhe von 500 Metern über dem Torfe Kurtti, östlich von g Kuolaervi. Tas Wasserflugzeug kreiste über 1 dem Torfe, stieg dann in eine Höhe von etwa 800 Metern und warf mehrere Bomben ab, durch die ein Bauer und ein Soldat verletzt werden. Während der ganzen Zeit wurde aus dem Wasserflugzeug mit zwei Maschinengewehr een geschossen. Gegen die Flieger Würbe ein Ge­ wehrfeuer eröffnet, worauf sich dgs Flugzetrg um 9 Uhr &2 Min. in östlicher Richtung über Mivale entfernte. In dem Flugzeug befanden sich drei Mann. Tie Tragflächen des Flug­ zeuges waren auf der Unterseite mit großen Ischlvarzen Ringen bemalt. Kurtti liegt unmit­ telbar an der finnischen Ostgrenze, ungefähr in der Höhe von Kantalaks. ■ r 1 Aus Finnland. ────────── Japan in Kriege. •I r Die Japaner in Mbirieu. , Stockholm, 27. Aug. Lid japanischen Truppen in Wladiwostok drangen in westlicher Richtung vor und haben die wichtige mandschürische Stadt Zizikar besetzt. Tie gegen die an an der mandschurischen Grenze gelegeneStadt Mandschuli entsandte japanische Kavallerie ist auf bedeutende dort versammelte Bolschewikikräfte gestoßen und hat sofort den Kampf mit ihnen aufgenommen. Tie Bvlschewiki könnten die Japaner im ersten Ansturm zurückdrängen« wurden aber schließlich geschlagen. ────────── Die Durchbruchsschlacht im Westen. M« neuer englischer Stotz südlich der Scarpe aufgefangen. — Wettere Sstrrr.-uugarische Fortschritte in Albanien. — Ein deutsches Kaperschiff an der amerikanischen Küste. — Die dentsch-rnffischen Zusatzvertrüge. — Fliegerangriff auf Luxemburg. ────────── M Klitsche Stricht. i WTB. Berlin, 27.August 1918,mittags. Mroßss Hauptquartier.) Hilliitt HfUti|fl<«nUn. Meeresgruppe des Gcucralscldmarschalls Kronprinz Siupprecht von vatzer« i ! I ' I UNd i 1 ' I Heeresgruppe deS Generalobersten v. Bähn. Tagsüber schwere Kämpfe zwischen Arras und der Somme. Oestlich! von Arras griff der Feind beider­ seits der Scarpe an. Nördlich! des Flusses blieben seine Angriffe vor unserer auf Roueux zurückgebogenen Kampflinie im Feuer liegen. Südlich der Scarpe wichen unsere Bortruppen den mit zahlreichen Panzerwagen und starker Infanterie vorgetragenen feindlichen An­ griffen aus die Höhen von Monchy aus. Tort empfing den Feind das Feuer unserer zur Ab­ wehr bereitstehenden Infanterie und Artillerie. Mach! erbittertem Kampfe drang der Gegner über Monchy—Guemappe vor. Unsere Gegenangriffe warfen ihn an die Ostränder der Orte wieder zurück. ' f Mehrfach gegen Cherish gerichteter An­ sturm brach bor dem Orte zusammen. i Unter starkem Einsatz von Panzerwagen fetzte der Feind seine Angriffe beiderseits von Bapaume fort. i | Nördlich! von Bapaume waren die Höhen südwestlich von Morry und Beugnatre Brenn­ punkte des Kampfes. Auf der Höhe faßte der Feind .nach! mehrfachem vergeblichem Ansturm am Abend Fuß. Beugnatre blieb nach langem Kampfe in unserer Hand. Südwestlich. von Bapaume setzte sich der Feind in Tilloh und Martinpuich fest. Im übrigen brachen die hier aus breiter Front bis zum späten Abend wiederholten Angriffe des Feindes blutig zusammen. An ihrer erfolg­ reichen Abwehr haben preußische, bayerische und sächsische Truppen gleichen Anteil. Bor und hinter unseren Linien liegen die zerstörten Panzerwagen des Feindes. Leutnant Spiel­ hoff schoß, mit seinem Krastwagengeschütz 4 ,Wagen zusammen. Südlich von Martinpuich drang der Feind über Bazentin in Montauban ein. Im Gegen­ angriff warfen wir ihn aus Montauban wie­ der hinaus. Auch, südlich von Montauban scheiterten feindliche Angriffe. , Unsere Linien verlaufen jetzt westlich von Flers—westlich von Longueval und Mariecourt. J • Zwischen Somme und Oise lebte -die Ge- I fechtstätigkeit nur beiderseits der Avre auf. | Die Heeresberichte. Bei örtlichen französischen Angriffen blieben Fresnoh und St. Mard in Händen des Feindes. Nördlich der Aisne machten wir bei einem Vorstoß westlich von Sabigny 100 Gefangene. Feindliche Angriffe brachen hier und rtörb* lich von Caslh verlustreich zusammen. Oberleutnant Loerzer, Leutnant Koenneke und Leutnant Bolle errangen ihren 31., Leut­ nant Thut seinen 26., 27. und 28., Leutnant Baumann seinen 23., Oberleutnant 6)reint sei­ nen 21. und Leutnant Blume seinen 20. Lüst­ sieg. Der 1. Ge setaloaor tietmetjser: BllllllKfl. • r WTB. Berlin, den 27. August?Amtli­ cher Abendbericht: i Ter Schwerpunkt der hceutigenTiurchbruchsver suche der englisch-kanadtischen Truppen lag südlich der Scarpe. Ter SStoß ist beiderseits der Straße Arras—Cambraüi aufgefangen wor, den. I t Beiderseits Bapaume und nördlich der Somme blieb die Kraft d»er feindlichen An­ griffe gegen die Vortage zurück. Ter Feind wurde überall abgewiesen. Der üfterMBo, MM. WTB. Wien, den 27. August, mittags. Amtlich wird gemeldet: > Ftalteuischcr Kriegsschauplatz, An mehreren Stellen der italienischen Front Artilleriekämpfe und Patrouillengefechte. Bozen-Gries war neuerlich das Ziel feind­ licher, aber schadloser Fliegerangriffe. 1 I Albanien: Auf dem albanischen Kriegsschauplatz ha­ ben unsere siegreichen Truppen in Verfolgung des geworfenen Gegners südlich, von Jieri und von Berat Raum gewonnen. , Auch! beiderseits des Domoricatales, Ne­ benfluß des oberen Tevoli, wo französische Ab­ teilungen hartnäckigen Widerstand leisteten, wurden die feindlichen Stellungen erstürmt und der Feind zum Rückzug gezwungen. Ter Chef des GeneralstabA. ────────── Lin neues Nahrungsmittel in Rußland. Meldungen aus Rußland zufolge soll ein russischer Ingenieur eine aufsehenerregendeEntdeckung gemalt haben .Aus den Nüssen der skbirischen Zeder (Zirbelbaum) soll es ihm ge­ lungen sein, eine brauchbare Mischung zurHerstellung von Brotgetreide zu finden, die nahezu 45 Prozent Erweis enthält. Tie Nüsse der sibi­ rischen Zeder sollen einen Fettgehalt von über 59 Prozent und einen Eiweisgehalt von 16 »Prozent haben '.Das aus den "Nüssen gewon­ nene Oel soll dem besten Prooencer Del in Güte nicht nachstehen. Tie Nüsse ständen m überreichen Mengen in Nordrußland zur Ver­ fügung. ( , Neue amerikanisch? Truppen in Wladil Wostok. Tie "Berner Nationalzeitung" meldet aus Washington: Neue amerikanische Truppen sind in Wladiwostok eingetroffen. Tas Kommando über die amerikanischen Truppen im äußersten Osten führt General ^Grave. ' . > ────────── Der Krieg mit England. Neue Internierungen fit England. Haag, 2tz. Aug. Tie Londoner Blätter veröffentlichen eine Liste von 84 Teutschen, die auf Grund des neue« Gesetzes interniert worden sind. Unter den Namen der Internier­ ten befindet sich! Paul Josef Heinricht, der Direktor der Londoner Niederlassung von Zeiß, Direktor Erdmann, Hauptbuchhalter dsr deut­ schen Bank in London Hammer, und SBifijL Stent), Sekretär des britischen Unterhausmit­ gliedes Rene de Forest. ; ────────── Aus neutralen Ländern. Me stutzigen Neutralen. Aus Kopenhagen berichtet Tailh Mail: Wir hören soviel aus Teutschland und so we­ nig aus den anderen kriegführenden Ländern. Es kann kaum ein Zlveifel darüber herrschen, daß Die Zensur beispielsweise in Frankreich, und England weit schärfer als in Deutschland ist. Clemenceau scheint eine förmliche Schrec­ kensherrschaft eingeführt zu haben .Es wird für Lloyd George schwer werden, ein genü­ gend breites Wahlprogramm zu finden .Tie Arbeiterparteien kann er nicht zufriedenstel­ len. Es wird gut sein, sich abwartend zu ver­ halten. t Mne Kundgebung für de« Frieden. Freiburg (Schweiz), 26. August. Tie Frauenliga für den Frieden bereitet einen Auf­ ruf an alle Länder vor, yt welchem dem Krieg der Krieg erklärt und die Beendigung des blutigen Kampfes verlangt werden fall. ────────── Kohpennot in de« Bereinigteu Staaten. Haag, 26. Aug. Tie Chicago Tailh News stellt fest, daß die Kohlennot im kommende» Winter, die den englischen Staatsmännern so schwere Sorgen bereitet, keinen Vergleich mit der aushalten kann, die den Vereinigten Staa­ ten bevorsteht. Salle der Winter einigermaße» streng aus, so würden die Entbehrungen aller Beschreibung spotten. Es herrscht starker Wau« ge! an Arbeitskräften in den Gruben, wie an Lokomotiven und Wagen zur Beförderung der Kohlen. Diesem Mangel durch große Be­ stellungen abzuhelfen, sei am Stahlmangel ge­ scheitert. i . 1 i Amerikas "Friedenswille". t Amsterda m, 27. Äug. Bei den Tebatten im amerikanischen Senat über das Gesetz bezüglich der H "Tie Kinder?" fragte sie leise, "Ossij?" "Er lebtl" , Ein tiefer Seufzer der Erleichterung hob ihre Brust — "Gottlob!" flüsterten ihre beben­ den, blassen Lippen, und schwer fielen wieder die Lider über die Augen. I Rüdiger kam jetzt mit dem Arzt, nach ihr zu sehen. Rührend kindlich, lag sie aus ihrem Bette; der Arzt fühlte ihren Puls schlag und verordnete ihr auch, für morgen noch Bett­ ruhe. Er war nicht ganz zufrieden mit ihr; sie lag in einem Zustand tiefster Erschöpfung. Bald nachdem die beiden sie wieder ververlassen, führ sie auf und lauschte .ängstlich. Trotz des Widerspruches Bettys erhob sie sich. ────────── Außer Gold und Silber wurden auch Juwelen angekauft. Einer,Zusammenstellung der amt­ lichen Mitteilungen ist nun zu entnehmen, daß in Landshut Juwelenankäufe im Betrage von 1306 Mark vorgenommen wurden. —* Der Unterricht an den Volksschulen beginnt am Montag, 9. Sept., in den vier Schulhäusern St. Martin, St. Nikola, Ursulinen und Seligenthal. Am gleichen Tage er­ folgt auch! die Einschreibung der neuen Schüler und Schülerinnen in die ersten Klassen der Volksschulen . ' - ; —* Die Verteilung der neuen Lebens­ mittelmarken findet aml Damstag in den 15 Lokalen statt. Zugleich, sind die Volkszählnngsunb Leuchtmittelerhebungslisten dort abzuge­ ben. i l r —* Der Zucker gelangt am Mittwoch, 4. September, zur Abgabe. Zugleich werden gegen Reservemarke M ein halbes Pfund Ger­ stengrütze, gegen Reservemarke N ein Viertel­ pfund Kunsthonig, gegen Reservemarke O ein Fünftelpfund Gries vder Teigwaren und ge­ gen Reservemarke P ein halbes Pfund Kaffee­ ersatz abgegeben. ( j | —* Die Zucker-, Käs- und Fettmar­ ken müssen bis 2. Sept. in den Geschäften abgegeben werden. , —* 50 Arbeitspferde werden am Sams­ tag in München-Laim, Fürstenriederstratz^, ver­ steigert. Näheres im heutigen Anzeigenteil. —* Der städt. Kartoffelverkauf wird im Prantlgarten fortgesetzt zum Preise von 12 Psg. für das Pfund. , ! —* Die städt. Verkaufsstelle für Ge5 m üse wird in dem früheren SeefischverkaufSraum der Firma Alois Kohlndorfer eröffnet und ist jeden Werktag von 7 bis 10 Uhr offen. —* Obstversteigerungen finden in den nächsten Tagen an den umliegenden Distrikts­ straßen statt. Näheres im Anzeigenteil. , Lokales. L a u d S h u t, ben 28. August —* Ter Militär-Verdienstorden 4. Klaffe mit der Krone und mit Schwertern wurde dem Major Herrn Wilhelm Westermeier der Reserve des 16. Jnf.-Regts. verliehen?. ' —* Das Milit är- Verdienstkreuz wurde dem Gefreiten bei einer Fliegerabwehr­ kanone Herrn Seb. Schiller, Millerssohn von hier, verliehen. 1 ! —* Das paher. Verdien st kreuz Mr sreiw. Krankenpflege wurde Herrn Amts­ gerichtssekretär a. D. Kellner für seine Lei­ stungen im 'Sanitätsdienste im mobilen Trans­ portzug Nr. "2 verliehen. , • —* Di e preu ß. Rote Kre uz Medaille 3. Kl. wurde Herrn Tentisten Andreas Barth von hier für seine Leistungen im Sanitätsdien­ ste als Krankenpfleger rot 7. mobilen Begleit­ zug verliehen . r - —* Ein Verwundeten! transpvrt trifft heute nachmittags 4 Uhr hier ein. —* Die Gvldankaufsstelle Landshut wurde, wie gemeldet, vor kurzem geschlossen. ────────── Dienstesnachrichten. Bahndienst. Versetzt in etatsmäßiger Weift auf Ansuchen: Wagenwärtergehilfe Egidius Neudorftr von Landshut nach Passau, Sta­ tionsdiener im Nebenbah »dienst MichaelOberndorfer von Freyung nach! Weiden (Opf.). ────────── Druck u. Verlag I. F. Rietschl- Verantwortlicher Sichjriftleiter F. $. Wagner. Beide in Landshur ────────── Inserate. ────────── Niederbayerische Nachrichten. Straubing, 27. Aug. (Fremdenbeschrän­ kung.) La sich die Fremden auch in Strau­ bing durch Hamstereien unliebsam bemerkbar machen, wurde in der letzten Magistratssitzung beschlossen, beim stellt». Generalkommando den Antrag zu stellen, den Aufenthalt der Fremden in Straubing auf drei Tage zu beschränken. Zwiesel, 26. Aug. (Bei einem Gewitter) schlug der Blitz an der Fachschulstraße in eine Linde und tötete den neben dem Baum mit Holzmachen beschäftigten Arbeiter JJpfef JSeiS, Der Heimatsurlaub hatte. ────────── gardisten hatten sich, im Walde von Wolossowa verschanzt und versuchen von dort aus in Ver­ handlungen zu treten. Unsere Abteilungen ent, waffneteu die Gegenrevolutionäre. Wo log da, 27. August. (P. T;-M,) Tas Komitee zur Unterdrückung der Gegenirevvlutiou hat strengste Maßnahmen gegen die Ge­ genrevolution ergriffen. Alle als Weißgardi­ sten verdächtigen Personen werden verhaftet, ebenso alle verdächtigen Offiziere. Tie südslawische Propaganda. : , Bern, 27. August. (Privat.) Tie Blätter melden aus Laibachs In der neuesten Mummdr des bischöflichen Amtsblattes für die Tiözese Laibach, veröffentlicht Fürstbischof Toeglic einen Hirtenbrief an die Geistlichen, in dem «er diese als kirchlicher Oberhirte verpfKchtet, >für die Politik Der südslawischen Teklaration AU wir­ ken und sie mit eindringlichen Worten beschwört der altslawischen Volkspartei beizutreten. Fahnenflucht in Kanada. f; Rotterdam, 27. August. T«u,"Nieuwe Rotierd. Gvnrant" zufolge meldet ,Dmilh Te­ legraph" aus Montreal, düst in der lProoinz *Quebeck ungefähr 10 000 Mann desertiert oder nicht eingerückt stnd. Man habe in ganz Ka­ nada für Militäifflüchtlinge einen Termin fest­ gesetzt, bis zu dem sie sich, melden können, ohne bestraft zu werden. Diese Maßnahme hatte einige Wirkung. In der ProRnz *Quedeck meldete sich! eine ziemliche Anzahl von Deserteuren, allerdings noch, nicht die Hälfte der abgängigen 10 000 Mann. 1 • Letzte Posten. Reue tb&oetievffflee. WTB. Berlin, 27. Aug. Amtlichj. In den Gewässern westlich! von England versenkte eines unserer Unterseeboote fünf Fahrzeuge von Luffammen 22 000 Tonnen. 1 . Ter Chef des Admiralstabes der Marine.