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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-08-09"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 215</biblScope>
          <date when="1918-08-09">1918-08-09</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Feindliche Angriffe zwischen Anere und Avre.</p>
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          <p>Englische Angriffe an der Lhs und an der Somme abgewiesen. — Erfolgreicher Vorstoß in den Vogesen. — Ein österreichisches Hospitalschiff torpediert. — Aus Griechenland.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. ’ 1 WTB. Berlin, den 8. August 19181 J»r4« «M * Heeresgruppe des GeneralfeldmarfchallS Kronprinz Rnpprecht tw* Bayern. 1 Beiderseits der Lhs schlugen wir englische Teilvorstöse zurück. ' Nördlich der Somme führte der Feind heftige Gegenangriffe gegen unsere neuen Li­ nien beiderseits der Straße Brah—Cvrbie. Sie wurden abgewiesen. i Während der Nacht zeitweilig auflebende Artillerietätigkeit und 'Erkundungsgefechte. Westlich! von Montdidier scheiterte ein Teilangrisf der Franzosen. ' &gt; Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Zwischen Soissons und Reims lebte der Feuerkamps nur vorübergehend auf. Kleinere Jnfanteriekümpfe an der Aisne und Beste und nördlich! von Reims. 1 Heeresgruppe des Gencraljeldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg. In den Vogesen erfolgreiche Vorstöße in die feindlichen Linien am Schrätzmännle. m ' Leutnant Frhr. v. Börigk errang seinen 20. Lustsieg. Exe« 1. BcamicaitotimttetSeeii i*beK-S3R|?. $ ” . WTB. B.e r li n, 5. August. Amtlicher Abendbericht: i Angriffe der Engländer zwischen Ancre und Avre. Ter Feind ist in unsere Stellungen eingedrungen.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. ! WTB. Wien, den 8. August, mittags». | Amtlich wird gemeldet: i An der italienischen Front keine größeren : Kampfhandlungen. ? In ADanien griff ein aus Land- und | Seestiogern zusammengesetztes Bombengeschlva- | der den italienischen Flugplatz östlich von Ba- f tot« an. Reiche Feuer- und Nau.ücntwickmng ; für den Erfolg des Unternehmens. \ T« Chef des GrneralstabL.</p>
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          <p>Der bulgarische Bericht. Sofia, 6. Aug. AMtl. Bericht: Oestlich k des loderen SknMbi zerstreuten wir durch Feuer j drei französische Sturmabteilungen. Westlich \ vom Tobropolje und in der Gegend von Mög« lena war die Feuertätigkeit beiderseits ziem­ lich heftig, festlich, des Wardar verjagten un­ sere Posten eine englische Erkundungsabtei­ lung. In der Nähe der unteren Strutnkt ver­ jagten unsere Truppen Mehrere griechischeAbteilungen. s . &gt;</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Miß stände beim Rücktransport deutscher Aus­ tauschgefangener aus Frankreich. Bei jeder Gelegenheit lassen die Franzosen immer wieder ihrem Deutschenhaß die Zügel schteßjen, bei jeder Gelegenheit offenbaren sich die niedrigen Instinkte ^dieses maßlos eitlen Volkes, das sich! einbildet, &lt;m der Spitze der Kulturnationen zu stehen. i Ter Genfer "Feuille" wird von einer To­ me des Roten 'Kreuzes geschrieben: "Ja, es ist vollkommen richtig, daß die deutschen Schwerverwundeten (beim letzten Austausch der Gefangenen) in Lyon in dem Zuge unterge­ bracht wurden, den die stanzöfischen Lungen­ kranken eben verlassen hatten, uud zwar in denselben Betten, ohne daß diese neeu überzogen worden wären, obschon die Teckern zu diesem Zweck in Körben bereitgestellt w&lt;aren. Nicht einmal die Spucknäpfe waren gereinigt wor­ den. Im Genfer Bahnhof lieft Frau Bohnh entrüstet sofort durch das Krankeupslegepersonal das Nötige besorgen." ■ &gt; ; Roheiten gegen deutsche Verwundete sei­ tens stanzösischer Soldaten und Bürger, Offi­ ziere und Aerzte, auch&gt; Geistlicher und Kran­ kenpflegerinnen sind leider nichts Außerge­ wöhnliches mehr. Im vorliegenden Fall jedoch hat die französische Regierung die volle Ver­ antwortung für das jedem Menschlichkeitsge­ fühl hohnsprechende Verfahren gegenüber den armen deutschen Verwundeten. Ohne entspre­ chende Vergeltungsmaßnahmen scheint diese Re­ gierung niemals den Weg der Humanität und des Anstandes finden zu können. Paris unter Feuer. / , Bern, 8. Aug. Tie Pariser Bevölkerung wird von der Regierungspresse aufgefordert, die durch das Bombardement der Hauptstadt verursachten bedauerlichen Zerstörungen als un­ vermeidlich hinzunehmen. Ter Ton der Havasnote läßt erkennen, daß auch dir Zahl der Opfer sehr bedeutend ist. __ 1 &gt; Ter Schotten Malvtzs. Genf, 8. Aug. Tie Humanite führt aus: Tie a&gt;-üeitendcn Klassen würden angesichts der Herausforderung, die sie im Urteil des Staatsge&gt; kLiCshofes erblicken, ihre Parteiungen ver­ gessen und die Trimnphrufe der "Action Francaise" verstummen machen. Klarer will die Hu­ manite derzeit nicht ausdrücken. ' Clemenceaus Organ scheint über die Ab­ sichten der Sozialisten und der ihnen besreundeten Gruppen ulcgt völlig im Unklaren zu sein. Ter Artikel schließt mtt der dringenden Mah­ nung, in diesem ernsten Augenblick nicht in die Malvh scheu Methoden zu fallen. Tie Action Francaise vermutet, daß Waloy von seinem Ashlort San Sebastian aus seine Wühlereien fortsetzen werde. | f Genf, 8. Aug. In der Action Franchise veröffentlicht Leo Taudet einen Artikel, in dem er Malvh und Lemahrio offen beschuldigt, da ßsie AlMerehda im Gefängnis ermorden lie­ ßen, weil dieser Komplize ihnen hätte gefähr­ lich! werden können. Ter Antrag Constanz, der die Einleitung einer neuen Untersuchung über die Affäre AlMerehda verlangt, komme zur gelegenen Zeit und werde von den Anhängern Caillaux und Malvhs nicht erdrosselt werden, wie Almerohda, dafür werde er, Taudet,Sorge tragen. t &gt;</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Dstanatotte« erhält besondere Verwaltung. 1 Aus Konstantinopel wird berichtet: Ter halbamtliche "Tanin" schreibt, foaft die vom Feinde besteiten Provinzen von Ostanatolien nach! einem Beschluß des Ministerrats eine be­ sondere Verwaltung erhalten sollen. Tie Ein­ zelheiten seien uochi vom Ministerium des In­ nern festzusetzen, doch denke man an das schon vor dem Kriege erwogene System von Generalinspektoren. ;</p>
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          <p>eine bedeutende Anzahl finnischer Roter Gar­ disten in die englische Murmanarmee eingetre­ ten sei, erklärt es aber für seine Pflicht, gegen einen solchen Anschluß Stellung zu nehmen, da der Anschluß ein Bruch mit der internatio­ nalen sozialistischen Arbeiterbewegung, sowie die unmittelbare Unterstützung des Imperia­ lismus im Kampfe gegen die russische Sowjet­ republik sei; die Finnen müßten die Sowjet­ republik mit allen Mitteln stützen. Tie Staatsform in Finnland. Aus Helsingfvrs wird berichtet: Ter Land­ tag behandelte am Mittwoche die Frage der Regierungsform Finnlands. Aus republikattischer Seite beginnt eine Veränderung derFront einzutreten, da auch; die Partei der kleinen Bauern ihren Widerstand gegen eine Monarchie aufzugeben scheint, so daß die erforderliche Mehrheit für die Monarchie erzielt werden kann. Andernfalls wird die Königswahl nach der alten Regierungsform von 1772 abgehalten werden. , , ’ | [ t 1 - 1 l L- l 4 Bon Aaland. Ter neue Einberufungsbefehl für die Aa­ länder verlangt die Gestellung am 6. August. Für den Weigerungsfall war die Anwendung Militärischer und polizeilicher Machtmittel an­ gedroht. Gestellungspflichtige suchen sich der Wehrpflicht durch die Flucht nach Schweden zu entziehen. 11 junge Leute kamen bereits in einem Ruderboot in der Nähe von Grißleyamn an und erklärten, daß weitere nachkommen würden. i l ■ Nationalrat aufgelöst und die Dokumente be­ schlagnahmt. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich, daß die tschechv-slowakisften Truppen von Frankreich 11 Millionen, toon England 8 Mil­ lionen Rubel erhalten haben. Ter monatliche Sold wurde aus 300 Rubel erhöht. Alle diese Finanzgeschäfte hat Masarhk vermittelt. Aus der Ukraine. Aus dem Tiongebiet. I t , Tie Kiewer Zeitungen melden, daß die große gesetzgebende Versammlung des Tonschen Kosakenheeres am 15. August in Nowotscharkask zusammentritt. 1 &gt; Am Kuban-Gebiet hat General Teniken die Bolschewik auf dem engen Raum zwischen Tsman, Jekaterinodar und Tuabse zusammen­ gedrängt; von größeren Orten ist nur Noworossijsk in den Händen der Bolschewik. Tie bol­ schewistischen Truppen sind völlig demoralisiert. AM Taganroger Kreis, der bis zur endgültigen Entscheidung über seine Zugehörigkeit zuM Tvngebiet oder zur Ukraine als neutrales Ge­ biet gilt, ist vom deutschen Oberkommando eine Regierungskommission ernannt worden, bestehend aus erfahrenen Stemmten und Ver­ tretern von den Hauptberufen aus Stadt und Land. i | Tas Organ der sozialdemokratischen Partei in Nikolajew verurteilt auf das schärfste die Anwendung von solchen Formen des politi­ schen Kampfes, wie es die Ermordung des Feld­ marschalls von Eichhorn ivar. &gt; Ter Kurierzugverkehr zwischen Kiew und Holobh ist wieder aufgenommen worden. I t T ie Entwicklung in der Ukraine. Kiew, 8. Aug. Tie Zeitungen melden, daß die rumänische Regierung der ukrainischen Regierung eine Note überreichen ließ, in der sie ihre Zustimmung zur Errichtung diploma-gnö ayWjqun ZsrvjNK ui usöunwrirsE aspft; spricht. Zwecks Lösung einiger wirtschaftlicher Fragen werde die rumänische Regierung außer­ dem demnächst eine besondere Abordnung nach Kiew entsenden. Ter Zeitung ",Gelos Kiewa" zufolge ist zum Vertreter der Ukraine beim österreichischen Kommando in Odessa Generäl von Rauch, früherer Kommandant des Garde­ korps, Großgrundbesitzer ,ernannt lvorden. Ter Hetman besuchte gestern den neuernanntenOberbesehlshaber der deutschen Truppen in der Ukraine, Generaloberst von Kirchbach. — Tie Ukrainische Telegraphenagentur Meldet,'daß der Ministerrat den Gesetzentwursvorschlag über die Begründung einer staatlichen Universität sn Kamenetz-Podolsk, bestehend aus vier Faikultäten, bestätigte. Im Herbst 1918 sollen bereits die historische, philologische und phhsikalische und mathemaistche Fakultät eröffnet werden. Tie Unterrichtssprache ist die ukraini­ sche. Rach Zettungsnachjrichten beschloß der Mi­ nisterrat außerdem die Umgestaltung der ukrai­ nischen Volksuniversität in Kiew in eine staat­ liche ukrainische Universität Mit vier Fakultä­ ten . | 1 ’ I ( i [ i Aus Finnland. Finnische Vorsicht. rx Aus Helsingfors wird berichtet: In Sankt Andreas wurden einige aus Rußland kommende Individuen festgenommen, die mit Revolvern Und Handgranaten versehen waren. Sie gestan­ den beim Verhör, daß sie von den finnischen tüten Führern Elanto und Rahja abgesandt worden seien, um die Verhältnisse zu erkunden und die hiesigen Raten zu ermahnen, einem neuen Aufruhr nicht zu beginnen, ehe sie ent­ sprechende Weisung aus Petersburg erhalten hätten. Bo« zwei der 'VerhastKen, die zu fliehen versuchten, wurde einer getötet, Be* andere verwundet. Tie finnischen Rävolntwnäre gegen dke I Wntonte. Aus Stockholm wird berichtet: Tps Zen­ tralkomitee der finnischen Sozialsten in Mos­ kau erließ einen AuKuf gegen den etwaigen Anschluß von Finnen an die Cntontetruppen im Murmangebiet. Ter Ai^ruf gibt zu, daß</p>
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          <p>Der Krieg mit England. ( Gärung in Südafrika. Haag, 8. Aug. Tas südafrikanische Blatß "The African World "sagt in seiner Befrach­ tung in der südafrikanischen Union, daß die Verhältnisse alles andere als rosig wären.Zwar bildet die republikanische Strömung und die Agitation, durch, die die Burenrepublik wieder hergestellt wkerden soll, gegenwärtig noch. keine Gefahr, aberr wie sehr ihre Bedrohung ge­ wachsen ist, g§ehe daraus hervor, daß Botha des­ halb zur briitischen Reichskonferenz nrchjk nach London gefahren sei. Auch! die wirtschaftliche Lage sei beunruhigend. Es käme wiederholt zu Arbeiterausständen und Zusammenstößen zwi­ schen den Schwarzen und den Weißen. 1</p>
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          <p>ten Witter schwerere Beleidigungen zu? Wer unterhält die größte Flotte der Welt? Ant­ wort: Auchj England!" &gt; I Richtig bemerkt das schwedische Blatt hier­ zu, daß es nicht ganz einfach sei, diese Fragen miteinander in Uebereinstimmung zu Dringen. Aber die Tatsache, daß sie überhaupt in einem neutralen Lande ausgeworfen werden, liefert doch den erfreulichen Beweis, wie Man in Den unparteiischen Kreisen dieses Landes die eng­ lische Heuchelei, Brutalität und Friedensfeindschaft erkannt hat. ; | &gt; , t ! [</p>
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          <p>Aus Amerika. Aus lieSfl. ; ! Wilsons Politik in Rußland. ! ' Bern, 8. Aug. Zur Erklärung der Ver­ einigten Staaten über die Intervention in Rußland meldet Petit Parisien aus Newyork: Man erwartet, daß die Proklamation des Des­ interessements der Alliierten auf das russi­ sche Volk eine ausgezeichnete Wirkung ha­ ben werde. Tie Erklärung solle hauptsäch­ lich gegen die bum der deutschen Propaganda verbreitete Idee wirken, nach! der die Inter­ vention der Alliierten lediglich! dem Annektions- und Eroberungsgedanken entspringe.— Wilson habe unverändert seine Politik ein­ gehalten, Rußland im Namen der Menschheit zu unterstützen. 1 , i Englische Mors- «.Greueltaten. Eins der traurigsten Kapitel dieses Krie­ ges ist dasjenige von dem englischen Meuchel­ mord. Nicht allein die aufsehenerregenden po­ litischen Morde, wie der des Iren Casement, des Grafen Mirbach,, des Generalseldmärschalls von Eichhorn, bilden eine übermächtige Blut­ schuld, auch das quälerische Hinschlachten der Gefangenen ist ein Mordkonto auf Seiten Englands, das sich! nicht abtragen läßt. Und dafür verantwortlich! sind nicht nur die Sol­ daten; auch, die Heimat wirkt an diesem scheuß­ lich,en Verbrechen mit, wenn unsere Verwun­ dern in den Lazarettten zu Tode kuriert oder mit voller Ueberlegung und W sicht zu Krüp­ peln gemacht werden; wenn Tausende, dem zer­ mürbenden tropischen Klima jahrelang ausge­ setzt, langsam gemordet werden. Wir denken diel zu wenig an diese himmelschreiendest Schandtaten, wir sind zu schwächliche und hu­ man in der Abwehr und Vergeltung. Wir drücken nur immer wieder unser Staunen und t Entsetzen aus darüber, daß in Menschen soviel ° Roheit, Grausamkeit und Bestialität stecken y, kann. Statt daß mit einem Zornesschrei das M.Volk Auge um Auge und Zahn um Zahn «fordert! r s &gt; , i ! Wie ist diese Grausamkeit, die an die In­ stinkte des Raubtieres erinnert, zu erffären? Uns Teutschen ist so etwas rein unmöglich, I widerstrebt unserer Natur, unserem 1 ganzen I Denken und Fühlen. Warum ist das nicht so bei unseren Feinden? Vor allem beim Englän­ der?? Ter Unterschied ist zu erkWren aus der Verschiedenheit deutschen und englischen Wesens und der Weltanschauungen. Ein her­ vorstechender Charakterzug des Teutschen ist seine Wahrheitsliebe und sein Gerechtigkeits­ sinn. Beide Eigenschaften sind dem Engländer vollständig fremd; für ihn existieren diese Be­ griffe nicht- Alle Engländer denken und wol­ len nur eins: nämlich herrschen um jedenPreis, — um als Herrscher zu verdienen, die Welt mit englischen Sitten und Anschauungen durchdrin­ gen, — um sie ganz englisch! zu machen. Schon die Schule impft dem Kinde den Gedanken ein: "Tu bist ein Engländer — btr gehört die Welt!" Gesetz und Religion ziehen ihm keine Schranken irr wirtschaftlichen und politi­ schen Dingen. Da ist ihm jedes Mittel, ob recht oder unrecht, erlaubt. So wird der Engländer zum rücksichtslosesten Geschäftemacher, der ohne Skrupel und moralische Bedenken alles besei­ tigt und vernichtet, was seinem Geschäfte in den Weg tritt. Und wie er Geschäfte macht, so führt er auch! Krieg, ohne Rücksicht aus Recht und Vereinbarung. ! 1 ! i Ter geistige Tiefstand, die Unkaltur der englischen Massen, kommt alledem entgegen. Tie englische Zweckmäßigkeitsmoral braucht diese Unkultur der Massen für ihre politisch­ wirtschaftlichen Ziele und hat deshalb nie einen ihrem sittlichen Elend herauszuheben Roheit, ernsten Versuchs unternommen, diese Masse aus Brutalität und Grausamkeit sind in allen Län­ dern in den breiten Schichten der Bevölkerung. Durch! Erziehung in des Wortes weitester Be­ deutung kann man gegen solche Naturtriebe wirksam arbeiten und das Volk "verbessern", mit anderen Worten, die Kultur eines Volkes heben. Das aber lvvllte und will die englische Regierung nicht. Tenn in den unkultivierten englischen Massen besitzt sie ein gefügiges und brauchbares Material zur Verwirklichung ihrer politischj-wirtschaftlichen Ziele. i Ter ganze Weg der englischen Weltherr­ schaft ist Mit Blut und Greueln gezeichnet. In keinem Lande der Welt ist die Erde so durch! Mord, Brand und wüste Soldateska ge­ schändet worden, als in Irland. Unter der "jungfräulichen" Königin Elisabeth atllein sind in Irland mvhv als 1.5 Millionen !Jven wie Vieh abgeschlachtet worden. In Jnivien band der Engländer die Gefangenen vor die Mün­ dungen seiner Kanonen und zerschoß sie in Fetzen. Bis das umherspritzende Blut und Fleisch! die Soldaten ekelte. In Südcfvika ließ er Tausende Burenfrauen und Kinder kaltblü­ tig verhungern um die Widerstandskraft der kämpfenden Männer zu brechen. Dasselbe Mittel suchte er in diesem Kriege gegen uns anzuwenden. Er ßherrte Frauen und Kindern die Zufuhr ab, um&gt; uns durch! Hunger zü be­ siegen. — Immer wieder lesen wir von Word an Gefangenen und Verwundeten. Während der letzten Offensive sind Fälle unglaublicher Grausamkeit und Mißhandlungen vorgekom­ men. FliegerübGfMle auf friedliche Städte unserer Heimat, kaltblütige, systematische Zer­ störung fvanzöstscher Städte und Dörfer hin­ ter unserer Front häufen Schuld auf Schuld. &gt; Mord und Greuel ist die ganze englische Geschichte. Weh uns, wenn die englische Ge­ schichte über ein besiegtes Teutschland den Weg nähme! Mord, Brand, Verwüstung, Schän­ dung und Not lvürden unser Vaterland in eine Trümmerstätte verwandeln. Selbst einen Franzosen konnte bei diesem bedanken das Grauen aMvandeln und er hat geschrieben: ,Me deutschen Mütter werden den Tag bereuen, an dem die Söhne Cromwells den Rhein über« schreiten!" , M i M 1 i</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Ter Gefangenenaustausch, mit Frankreich. Wie die "Nordd. Allg. Ztg." Mitteilt, ist der zwischen Teutfchland und Frankreich, vereinbar­ te Austausch, der mehr als 18 Monate kriegsgefangenen Heeresangehörigen und der sämt­ lichen Zivilinternterten seit Witte Juli im Gange. Bisher sind ungefähr 800 Offiziere und 1600 Unteroffiziere und Mannschaften und 1400 Zivilpersonen zurückgekehrt. Eine ent­ sprechende Anzahl von Franzosen ist aus Teutschland entlassen worden. Tie für den gesehene Zahl von monatlich! 8000 Offizieren Austausch! von Land zu Land beiderseits vorund Mannschaften konnte leider nicht annä­ hernd erreicht werden, da Frankreich die hierzu erforderlichen 3 Züge wöchentlich, nicht stellen konnte und selbstverständlich! die Zahl der aus Deutschland zu entlassenden Franzosen sich nach der Zahl der Teutschem richten muh, die aus Frankreich, eintreffen. ' i * M Eine Trauerfeier für den ermordeten Feldmarschall v. Eichhorn fand am Dienstag, in Berlin in der Gnadenkirche statt, au der Ver­ treter des Kajsers, Hindenburgs, v. Payer, preußische Staatsminister, die ukrainische Ge­ sandtschaft und andere Würdenträger erschie­ nen waren. Nach, der Feier wurde die Leiche auf dem sechsspännigen königlichen Leichen­ wagen nach, dem Jnvalideükirchhof übergeführt, wo die Beisetzung erfolgte. , i , , &gt;</p>
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          <p>Versorgung M uns Rohstoffe und andere .Pro­ dukte geliefert werden. Wir Missen uns darüber im klaren sein, daß die Entscheidung des Krie­ ges im 5 , Kriegsjahre nicht so sehr von militä­ rischen Unternehmungen als von der Leistungs­ fähigkeit unserer wirtschaftlichen Organisation abhängt. Tier letzte Bissen Brot, über den wir verfügen, wird entscheidend sein. 1 Neuer Waidbrau» tu Frankreich!. Nach dem "Pvogres de Lyon" ist an der Riviera ein neuer Waldbrand auSgebrvchen. IM Hafen von Juan ist der bekannte Forst des Mrures in Brand geraten. Infolge Heftigkeit des Windes hat der Brand großen Umfang angenommen. Tie 'Ansiedlungen ftn der Küste sind schwer be­ droht. Truppen und Bevölkerung bekämpfen den Waldbrand, j . i l I</p>
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          <p>1 Frau von Matches wandte sich! an Lore. 1 ' "Ich! danke Ihnen für Ihre Begleitung, liebes Fräulein! "Sie haben sehr gut verstan­ den, sich mir anzupassen — Sie sind sehr musikalisch." I « ! ' i ' i Lvres Augen leuchteten auf. ! "Ich! liebe die Mlsik über alles, gnädige Frau." : ' f i ■ i ' ' 1 ! "Singen Sie auch!?" ; ( * _ Sie errötete ein wenig. ' ' : ' "Auf dem Seminar hatte ich! bei einem sehr guten Lehrer Unterricht." ' ! "Ah, ich möchte Sie einmal hören!" rief Frau von Matches lebhaft, "mich interessieren so junge, bildungsfähige Stimmen. Singen Sie Mir ein Lied!" ! Lore errötete tiefer. Hier sollte sie sin­ gen — hier, vor der Gräfin, die sie erst kürz­ lich! heftig zurechtgewiesen, als sie den Kindern . auf deren Wunsch einige Lieder vorgesungen? Bor der Gräfin, welche die Musik so wenig liebte — und vor den beiden Herren. — Sie zögerte. : "Gott, Fräulein Berger, wenn Frau GeheiMrat es wünscht, lassen Sie sich doch nichst so lange bitten!" sagte die Dame des Hauses scharf. 1 i i i i ! ' 1 "Singen Sie, was Sie wollen." Ermun­ ternd klopfte gta,u bpn Matches dem jungen Mädchen auf' die Schulter. "Haben Sie nur Mut und Vertrauen — Sie haben doch« sicher einige Lieder: auf Ihrem "Repertoire", fügte sie scherzend hinzu. | ! Nach, kurzem Besinnen begann Lore an­ fangs mit Fütternder, Unfreier Stimme, dann mehr aus siech herausgehend, das österreichische Volkslied: "Werlassen, verlassen bin ich«." Er­ schütternd fang sie das Lied, mit einem Aus­ druck, der Uxeit über ihre Jahre ging. Jnteressiiert, immer gespannter lauschend, verfolgte Fr,au von Matches Lores Vortrag, tvährend die Gräfin Allwörden in einer der Mappen Mit Kunstblättern herumblätterte, die in ihrer Näh&lt;e lag; für den Gesang der Lehrerin ihrer Kinder: brauchte sie wahrhaftig kein In­ teresse zu heucheln! •' Ter Legmtionsrat wandte keinen Blick von der jungen Sängerin. Nie war ihm die reine, madonnenhasfte Schönheit Lore Bergers so auf­ gefallen wie jetzt. | | Und Otitokar Allwörden — ihn durchbebte es, als diese: volle, dunkle Mädchenstimme an sein Ohr schlug. Er wurde bleich bis in die Lippen, sein nervöses, unruhiges Herz klopfte in ungestünNen Schlägen. Wie waren ihm diese Klänge vertraut — wie oft hatte er von Maria das Lied fingen hören, während sie die Zitherdazu spielte. Mächtig überkam ihn die Erin­ nerung. Ein kaum unterdrückter Seufzer hob seine Brust. Bei Gott, sollte er denn nie zur Ruhe kommen?! . ' Noch« ehe Lore geendet, klappte Gräfin Lella geräuschvoll das Bricht zu, in dem sie ge­ blättert. - l | i " ' "Recht hübsch, Fräulein Berger, doch reichjlich sentimental — — wie kommen Sie darauf, gerade dieses.rührselige Lied zu fingen? Füh­ len Sie sich« wirklich so verlassen? Und Sie haben doch« vorhin erst einen Brief bekommen." "Er war von meiner Mutter, Frau Grä­ fin. Und das Lied hat sie manchmal gesungen, wenn ich als Kind sie darum bat. Sie spielte dann Zither dazu." 1 I ' Graf Allwörden krumpfte seine Hände so fest um die Lehne des Sessels, daß sie ihn schmerzten. Gab es denn solchen Zufall? — Er wurde noch« verrückt darüber, wenn er das Grübeln nicht ließ. Dieses Atterweltslied — jedermann sang es im deutschen Süden — und so viele Leute spielten Zither. Unsinn war es von ihm, darüber weiter nachzudenken! Er wußte doch«, daß Lore Berger früh verwaist war, daß sie aus Durlach kam, und doch — und doch! ! / I ; r i i j (Fortsetzung folgt.) i</p>
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          <p>| M» günstiges Urteil für die Gastwirte Yak das Münchner Schöffengericht erlassen, in­ dem es einen Gastwirt der 250 Eier einge­ führt und in seinem Betriebe verarbeitet hatte und der deshalb gu einer Woche Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, le­ diglich zur Geldstrafe von 50 Mark wegen Umgehung der Vorschriften Über die Eierver­ sorgung verurteilte; von einem Verbrechen des .Schleichhandels aber steisprach. Das Gericht betonte in seinem Urteilsgründen, daß der Aus­ druck "zur Weiterveräußerung" im Gesetze nur die unmittelbare rohe Weiterveräußfirung un­ ter Strafe stelle. : ! ! I i An tote Bauern. Täs Wochenblatt des landwirtschaftlichen Vereins erWßt folgenden Mahnruf: Gemeindebehörden und Landwirte schützt Eure Getreidevorratsräume, Speicher, Lagerhäuser, Feldstädel vor Brandstiftung! Mit der Brandversicherung allein ists heuer nicht getan, Wenn wir brauchen das Getreide in er­ ster Linie und nicht nur die Geldentschädigung. Ein besonderes Augenmerk auf unbekannte und verdächtige Personen, auch Kriegsgefangene, wird sich empfehlen. Ebenso haben mit Feu­ erzeug "spielende" Kinder schon manchen Brandfall verschuldet. Aus sie werden die Landwirte, vor allem auch! die Sicherheitsorga­ ne ebenfalls ein wachsames Auge haben Müs­ sen. I l , ( ! ; II r r s . :.a L.f s&amp;J &amp; Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Literarisches. Literarischer. Der Krupp sche Kleinwohnungsbau. Rund 150 Bildertafeln mit Hausplänen und vielen Textabbildungen herausgegeben von der Gesellschaft für Heimkultur e. V. in Wiesbaden. Mit begleitendem .Text der Bauberatungsstelle Dr. Ing. Herrn, Hecker in Düsseldorf. Bei Vorausbestellung 10 Teile zu je 1 Mark (Porto 10 Pfg.) Nach Erscheinen voll­ ständig gebunden Mk. 12.— (Porto 50 Pfg.) Heim­ kulturverlag, Wiesbaden. Für die Wohnungsfnrsorge der Neuzeit seitens Staat, Gemeinde, Jndustfieller, Bauvereinen und Bauunternehmern sowie für Krieger­ heimstätten ist dieses Werk mit seiner überlegenen Fülle vorbildlicher Hauspläne der ausgeführten Bau­ ten unentbehrlich. 250 Ausflüge von München auf einen halben Tag bis zu drei Tagen. 27. Auflage (60—69. Tausend) mit 1 Uebersichtskarte, 6 Kartenskizzen und 1 Karte der Umgebung von München. Preis Mk. 2.—. München 1918. I. Lindauersche Uni­ versitäts-Buchhandlung (Lchöpping) Kaufingerstr. 29. Auch die zweite Kriegsausgabe des bekannten gelben Buches weist außer verschiedenen Nachträgen, Zusätzen und Aenderungen wieder eine Anzahl neuer Ausflüge aus, lauter Ausflüge, die sich, da die Ueberschreituug der Grenze noch immer mit gewissen Umständlichkeiten verknüpft ist, ausnahmslos auf südbayerischem Boden bewegen. Für die aufgenommenen Bergfahrten kommen durchweg markierte oder doch gebahnte Wege in Betracht, sie sind mit Ausnahme ganz weniger leichter und kürzerer Klettereien ohne besondere Schwierigkeiten von halbwegs guten Fußgängern auszuführen. Die Richtigstellung Der Fahrpreise nach dem neuen Tarife ist besonders zu begrüßen. Wir möchten das 'Buch allen Wander­ lustigen ganz besonders empfehlen. Die Illustrierte Kriegs-Chronik des Daheim, von der jetzt die 92.—94. Lieferung vorlie­ gen, ist ein Erinnerungsbuch großen Stils, das heute verschlungen und noch in späten Zeiten von Kindern und Kindeskindern gern gelesen werden wird. Etwas ganz besonderes bietet sie in den regelmäßigen Bei­ trägen des Berliner Historikers Prof. Dr. Otto Hoetzsch, der Immer mit großem Geschick die Ereignisse der letzten Wochen beleuchtet und in Zusammenhang setzt. Wertvoll ist etnblidj auch' die in einem Anhang bei­ gegebene Samnmlung von Urkunden und amtlichen Telegrammen, die sich auf den Weltkrieg beziehen. Das 28 mttf . Krieger Heimstätten" ist eine Macht geworden auch in unserer Stadt. Ueberall regt es sich in der Gesetzgebung und Verwaltung. In einzelnen Gemeinden ist man am Werk. Da erscheint zur rechten Zeit eine Neuauflage von "Kriegerheimstätten— eine Schicksalsfrage", 120.—150. Tau­ send, Preis 5,0 Pfg, Verlag Bodenreform. Berlin N. W. 23, von bient Führer der Bewegung A. Damaschke.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. [ Vttsbitoinrg, 8. Aug. (Schadenfeuer.) Im! Anwesen des. Bauern Brath. Kranich! in Jrhub entstand infolge Hetßlaufens des Motors Feuer, dem d»er Stadel und Kuhstall zum Opfer fielen. EÜva 80 Fuhren Roggen und Weizen, sowie mehrere Fuhren Hafer und Gerste, so­ wie'viele Waumannsfahrnisse wurden ein Raub der Flammen. Das Wohnhaus konnte gerettet werden. Ter Schaden ist bedeutend, j [ Pöcking, 8. Aug. (Blitzschlag.) Vorgestern abends 10 Uhr Brannte durch Blitzschlag der erst vor sechs Wochen neuerbaute Stadel der Anna Hofer in Wolstng nieder. Tie Heu- und die Getreideernte fielen den Flammen zum Opfer.</p>
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          <p>—* EingebroHen wurde vorgestern nachts in der Pferdestallung der Ziegelei Pausinger und dort zwei Muse gestohlen, welche der Werkmeister Eckel dort untergebracht hatte. Ter Tieb ist noch nicht ermittelt. —* S ch u h k u r s e veranstaltet ‘ von Montag ab der kath. Frauenbund hier. —* Waldbeeren. Vielfach wurde die Be­ obachtung gem'acht, tast,zbte Heidelbeersammler Heidelbeeren zum Trocknen zurückhalten, weil sie annehmen, mit dem Verkaufe getrockneter Heidelbeeren ein besseres Geschäft als mit dem Verkauf der Frischware zu machen. — Tste baher. Landesstelle hat deshalb den Höchst­ preis für getrocknete Heidelbeeren ,in einer Höhe festgesetzt (5.-- Mk. für das Pfund), daß das Trocknen von Heidelbeeren tonen übermä­ ßigen Gewinn Mehr abwirft. — Mt dem Auf­ kauf getrockneter Heidelbeeren sind ausschließlich die zum Handel mit getrockneten Pilzen zugelassenen Großhändler und deren Aufkäu­ fer. zugelassen. Tie von diesen erfaßte ge­ trocknete Ware wird von der baher. Landes­ stelle übernommen und durch, diese ausschließlich an die Apotheken geliefert. — Ferner hat die Landesstelle für das Pfund Hagebutten, Mehl' vbeeren und Schlehen einen Höchstpreis von 30 Pfg. und für das Pfund Preißelbeeren den Reichsrichtpreis von 50 Pfg,, als Höchstpreis festgesetzt Tie Ernte an Pretßelteeren ist in Bayern alljährlich so gering, daß eine all­ gemeine Versorgung der' Kommunalverbände mit Dieser so sehr geschätzten Frucht nichjt mög­ lich, ist. Tie Landesstelle beabsichtigt daher zu­ nächst den Bedarf der Lazarette und Kranken­ häuser zu decken und hat die Komnmnalverbände aufgefordert, diesen Bedarf anzumelden. ^GeschäftsjubiläuM. 30 Jahre wa­ ren jüngst verstrichen, daß das auf betn 1 alten Bahnhofgelände von der Firma Theodor See­ berger ausgeübte "Eisenwerk Landshut" auf Herrn Jos. Häuser überging, welcher die seit veilen Jahren in Freifing betriebene Mühlen­ bauanstalt nach Landshut verlegte und beide Geschäfte unter der Firmst "Landshuter Eisen­ gießerei und Mühlenbauanstalt Jos. Häuser" vereinigte. Tiefe Erinnerung bot bem f Firmen­ inhaber Anlast, einige Arbeiter für 30- und 120jährige anhängliche Tätigkeit mit Geldge­ schenken Hu bedenken. . ! I ---* Eine Marktkontrolle deS heutigen Viktualienmarktes fand durch einen Beamten des Kriegswucheramtes und hiesige Polizei» vrgane statt. Hierbei wurden Mehreren Ver­ käufern Steigen mit Hühnern und Enten be­ schlagnahmt, die über dem Höchstpreise ange­ boten wurden. Tie beschlagnahmten Tiere wur­ den dann Hu den festgesetzten Höchstpreisen zur Freude der Hausfrauen verkauft. —* Beschlagnahmt wurden gestern am hiesigen Bahnhöfe 204 Pfund Rindfleisch, 1 Pfund Rinderniere, 3 Pfund Zunge und 8 Pfund Fett, welche von einem Soldaten und einem Händler nach München ausgeführt wer­ den sollten. 1 1 —* Ein Fahrrad wollte heute ein Bur­ sche in einer hiesigen Wirtschaft stehlen. Der Hausmeister bemerkte jedoch den Tiebstahl, wo­ rauf der Tieb flüchtete und trotz sofortiger Ver­ folgung nicht mehr eingeholt werden konnte. —* Eine Leiche wurde gestern mittags In 'bet Isar angeschwemmt und geborgen. Ter .Leiche, die schon lange Zeit im Wasser gelegen haben dürfte, fehlten der Kops urkd der rechte Unterschenkel, ebenso das Fleisch! am Brust­ korb. Auch das Geschlecht der Leiche, die Nur einen Lederriemen um die ötitte'irug, war nicht Mehr zu bestimmen. —* Befitzwechsel. Tas Anwesen Anna­ berg 231 des Herrn K. Rechnungskommissärs Lammert ging durch Kauf an Herrn Rittmei­ ster Kirchmair des 2. Schw. Reiter-Regiments über. ; , —* Fast 35 000 Mark gestohlen wur­ den vorgestern der Zolleinnehmerswitwe The­ res Huber in Achdorf. Die Huber ging vor­ mittags mit ihrer Hausfrau, der Fabrikarbeitersfrau Keil hierher, um Kartoffel zu holen. Während ihrer Abwesenheit wurde in ihre Wohnung eingebrochen und aus einer iM Ne­ benzimmer stehenden Kommode 1200 Mark Bar­ geld, 1 Depositenschein der Vereinsbank über 26 000 Mark, 1 Sparkassabuch auf 3000 Mark, 2 Pfandbriefe zu 1500 Mark, 1 Kriegsanleihe zu 1000 Mark, sonstige Schriftstücke und etwas Silberzeug entwendet. Wegen dringenden Ver­ dachts des Diebstahls wurde der Hausherr der Huber, der Fabrikarbeiter Arthur Keil unS dessen Sohn Georg Keil verhaftet, weil bet einer Haussuchung 1200 Mark von der glei­ chen Sorte, wie der Huber gestohlen, Ebenso die beiden Kriegsanleihe scheine bei ihnen gefunden wurden. Die Keil Haben erst vor skauft -ir $tb sind von Sachsen zugezogen. —* An Frühkartoffeln ist der erste Waggon eingetroffen. Morgen erfolgt die Ab­ gabe in der stöbt. Verkaufsstelle im Prantlgar*en . i 1 ' —* Weißkraut wird tzeute 1 Pfund pro Kopf für Familien mit mehr als 3 Köpfen abgegeben' zum Preise von 20 Pfg. für daS Pfund. i —* Gestohlen wurden vorgestern in Hof. berg einem Fabrikarbeiter ein Paar Schuhe roth «in Paar Socken. Ms Lieb kommt auch hier der vorgestern festgenommene Fabrikarbeiter Otto TalKnger von Hölsbrnnn, B--A. VtkSbtburg, in Betracht, der sich unter dem SVamM Otto Gruber und Martin Köck in unserer ie&gt; gend herumgetrieben yat. . [ —* Die Kartoffeldiebstähle in dar Umgebung nehmen in erschreckender Weise zu. Am hellen Tage und zur Nachtzeit krekben btto Diebe ihr unsauberes Handwerk. Mehrere von thuen wurden bereits bei der Tat abgefaßt und Mir Anzeige gebracht. , i Die neuen Postgebühren. Kürzlich! in der Berliner Presse veröf­ fentlichte Angaben über die neuen Postgebüh­ ren enthalten einige Unrichtigkeiten. Wir geben deshalb in folgendem eine Uebersicht über die Gebühren, wie sie vom 1. Oktober für die einzelnen Senkungen erhoben werden nach der Nordd. Mg. Ztg.: ’ L II . Postkar ten: Im Orts- und Nachbarortsverkehr 7,5 Pfg. Im Inland und nach, Oesterreich-Ungarn 10 Pfg. Nach denn sonsti­ gen Ausland 15 Pfg. ' Briefe: Im Orts- und Najchbatrortsverkehr bis 20 Gramm 10 Pfg., bis 25Ö) Gramm 15 Pfg. Im Janland und nach Oesterrreichj-Ungarn bis 20 Gramm 15 Pfg., bis 250 Gramm 25 Pfg. Nach dem Auslande bis 20 Gramm 25 Pfg., für je 20 Gramm mehr 15 Pfg. , ; Drucksachen: Bis 50 Gramm 5 Pfg., Von 50 bis 100 Gramm 7.5 Pfg., von 100 bis 250 Gramm 15 Pfg., von 250 bis 500 Gramm 25 Pfg., von 500 bis 1000 Gramm 35 Pfg. Nach dem Ausland treten zu dem Satz von 5 Pfg. für ’ je 50 Gramm, 2 Pfg. für Drucksachen bis 50 Gramm, 2.6 Pfg. für solche bis 100 Gramm und 5 Pfg. für solche über 100 Gramm hinzu. , Geschäftspaptere, Wareripro bn, Misch-Sendungen: Zu den bisherigen Sätzen, also "10 Pfg. für Geschäftspopiere bis 250 Gramm usw. treten 5 Pfg. Reichsabgabe hinzu. Warenproben unter 100 Gramm (10 Pfg. Gebühr) bleiben Zuschlagsfrek. Waren­ proben von 100 bis 250 Gr «mm kosten hin­ gegen fortan 15 Pfg. Pakete: Bis 5 Kilogramm auf Entfer­ nungen bis zu 75 Kilometern 40 Pfg., auf bettete Entfernungen 75 Pfg. Ueber 5 Kilo­ gramm auf Entfernungen bis zu 75 Kilometern $0 Pfg. Zuschlag zu den Men Sätzen vor 1916, auf alle weiteren Entfernungen 50 Pfg. mehr; also Pakete in der ersten Zone (bis 75 Kilo­ meter) 60 Pfg., in der zweiten Zone (bis 150 Kilometer) 1.10 Mar?. Briefe mit Wertangaben: Aus Entfernungen Bis 75 Kilometer 5 Pfg., auf M« weiteren Entfernungen 10 Pfg. mehr. Tie Versicherungsgebühr von 5 Pfg. für je 300 Mk. Wertangabe (mindestens 18 Pfg.) ist die gleiche geblieben. Es kosten also Wertbriefe bis 78 Kilometer Entfernung 23 Pfg. Porto, auf wei­ tere Entfernungen 50 Pfg .Porto zuzüglich J der Versicherungsgebühr, 1,1 Postauftragsbriefe: 5 Pfg. mehr als ftüher, mithin 35 Pfg. . f Postanweisungen: Postanweisungen • bis 5 Mark 15 Pfg., 100 Mark 25 Pfg., 208 Mark 40 Pfg., 400 Mark 50 Pfg., 600 Mark 60 Pfg., 800 Mark 70 Pfg. I Telegramme: Für jedes Wort werden 8 Pfg. Zuschlag erhoben, mindestens 15 Pfg. für jedes Telegramm. Es kosten also im Orts­ verkehr das Wort 6 Pfg., das Telegramm mindestens 45 Pfg. Im inländischen Fernver­ kehr das Wort 8 Pfg., das Telegramm 65 Pfg. Ein Telegramm von 15 Worten kostet irrt Orts­ verkehr 90 Pfg., im Fernverkehr 1.20 Mark. . Rohrpostbriefe: Karten 30 Pfg., Briefe 35 Pfg. Im Fernsprechverkehr werden 20 ' vom Hundert Zuschlag zu jeder Gebühr erhoben. Jeder Teilnehmer ist berechtigt, bis 1. Tetzbr. seinen Anschluß, mit einmonatiger Frist zu kündigen. Bei dringenden Gesprächen wird nur die Abgabe für nicht dringende Gespräche erhoben, mithin kein dreifacher Zuschlag. Feldpost sendungen sind von der Ab­ gabe Befreit. ' i Ferner Sendungen nach dem Ausland, so­ weit Verträge mit anderen Staaten entgegen­ stehen. Tie Ausnahmen für Zeitungen- und Zeitschristensendungen ebenso für Pressetele­ gramme find bestehen geblieben. i</p>
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          <p>Letzte Posten. Btcite U-VEerforge. ' WTB. Berlin, 8. August. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um die Azoren und westlich von Gibraltar wurden neuerdings 5 größere Dampfer und 1 Segler mit insgesamt rund 25 000 Br--R.-T. versenkt. Die Ladungen wa­ ren zumteil besonders wertvoll. Mt einem .der Dampfer gingen neben 370 Tonnen Muni­ tion gemünztes englisches Regierungsgeld im Werte von einer halben Mllion Mark unter. Tier Chief des Avmiralsttabes der Marin». , Bitt österr. HofpjtalfchW torpediert. - Wien, 8. August. Das KriegsMinisterium (Marinesektion) teilt amtlich mit: «Am 6. Aug. vormittags wurde das außerhalb des Hafens von Turazzo kreuzende Spitalschfff "Baron Call" mit Fliegerbomben angegriffen. Bon 15 bagewvrfenen Bomben schlugen ‘13 in un­ mittelbarer Nähe des Spitalfchifjes ein, ohne es zu treffen. Am gleichen Tage nachmittags wurde das Spftalschiff bei der Fahrt von Diurazzv nach Norden Mit fast 1000 Kranken im Bord auf der Höhe von Tülcigno von efnent feindlichen Unterseeboot mit 3 Torpedo atu lanziert. Ein Torpedo traf das Schiff, ohne zu explodieren, die übrigen liefen vorbei. Tas Kriegsministerium (Marinesektion) hat die nö­ tigen Schritte eingeleitet, um gegen diese un­ geheuerliche Bölkerrechtsverletzung Einspruch« zu' erheben. ' 1 Pratianu unter Anklage. f ' Bukarest, 8. August. Ter rumänische Senat schloß^ sich bat Beschlusse der Kammer tat, taut welchem der ehemalige Ministerpräsi­ dent Bratianu und 7 Minister seines Kabinetts', In den An'Kagezustand versetzt werden und zwar mit 57 von 64 Stimmen. 1 Ans WrstWenland. ,T Bern, 8, August. Tie Agenze Hellenique berichtet: Ärs außerordentliche Kriegsgericht m Kozani verurteilte den Metropoliten in Ko3ant z« 5 Jahrgn Gefängnis wegen angeblicher antipatriotischer Tätigkeit. Ter Bischof dvn Larissa wurde in Athen verhaftet, desgleichen! General Papukis als Anstifter der militärischen« Meuterei zu Theben. Auf der Insel Tschako: wurde der BelagerungSzrLtavd erklärt.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. SMM SchMMsWK 9. August 1918. Wasser 14 . Grad C. Luft 16 . Grad C.</p>
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          <p>Ei» Waggon FrühweWraut wir- heute, Freitag, ab 1 Uhr in Ser Schra« »enhalle gegen Vorzeigung der Lebeusmittellarle an Familien von 3 und mehr Köpfen, in der Regel nicht mehr als 1 Pfund pro Kopf, zum Preise von 20 Pfg. pro Pfund abgegeben. Landshut, den 9. August 1918. temnMletrltib Linkt« - Still. Bekanntmachung.</p>
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