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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-09-24"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 261</biblScope>
          <date when="1918-09-24">1918-09-24</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>willkürlich zollt. Tie Antwort l.ror in der Form an die Mittelmächte, ihrem Zwecke nach gegen starke Strömungen in der französischen Politik und in den Bolksmassen gerichtet. Tie Entente will 'von einer Konferenz nichts wis­ sen, weil sie aus den gemachten und geplanten Eroberungen sowie aus der Einrichtung ihres Welthandelsmonopols beharrt. Clemwceau hat uns darüber nicht im unklaren gelassen, wel­ ches Schicksal uns be-oorstehen würde, wenn sich, die Siegeseinbildungen der Entente ver­ wirklichen ließen. Wir müssen kämpfen, damit unsere Kinder nicht Sklckoen werden. Teutschland soik zahlen. Gens, 23. Setzt. Tie Figaro wendet sich gegen die oon dem niederländischen Soziali­ sten Troelstra vertretene und für das Pro­ gramm der internationalen Sozialistenkonserenz bestimmte Forderung "Keine Kontributi­ onen!". Tie französischen und englischen Sol­ daten würden nicht einmal den Gedanken er­ tragen, daß ein Friede zustandekommen könn­ te, in dem Deutschland nicht Mit seinem Ver­ mögen und seiner Arbeitskraft Ersatz für alle Schäden in dem besetzten Frankreich auferlegt werde. — Ter Temtzs hält sich an den deutsch­ russischen Zusatzvertrag. Tie 6 Milliarden, die bei der gegenseitigen Verrechnung der Krregsschäden zu Gunsten Deutschlands herauskom­ men, erwecken seinen ganzen Neid. Er entstellt die Dinge derartig, dach der Eindruck erweckt wird, als glaube er selbst, diese Zahlung be­ deute eine Kriegsent schädigung im herkömmli­ chen Sinne bei' Wortes und nun folgert er — was zu b-bweisen irfar — daß die Teutschen sel­ ber den Grundsatz ausstellen, der Krieg solle mit einer Finanzregelung enden. So wollen sie nur die Schlußpddition abwarten. ' T .e Zustände in Petersburg. Basel, 23. .Setzr. Der Berichterstatter desZournal in Rußland schreibt, in Petersburg herrsche ein Schreckensregiment ünd es spiel­ ten sich. unbeschreibliche Szenen ab. Täglich werden zahlreiche Opfer erschossen. Er weist auf die Schritte von Vertretern neutraler Mäch­ te hin, die zusammen mit den Vertretern Deutschlands und Oesterreich-Ungarns unter­ nommen wurden, um gegen diese Verbrechen zu protestieren. Trotz energischen Protestes des schweizerischen Gesandten gehen diese Verbre­ chen weiter. Aus Rußland in Stockholm angekommene Ententereisende berichten, daß in Petersburg die größte Anarchie herrsche. Zahlreiche Per­ sonen erleiden den Hungertod, da Lebensmittel vollständig fehlen. Erfolg der Bolschetviki in Ostskbirien. Stockholm, 23. Setzt. Bei dem an der mandschurischen Grenze gelegenen Blagowestschensk, wohin sich die Bolschewiki zurückzo­ gen, sotten sich. neue heftige Kämpfe entspon­ nen haben. Die Engländer, Japaner und Fran­ zosen, sowie ein polnisches Legionsregiment aus Chardin erlitten große Verluste. Tie Stadt befindet sich noch immer in derHand der Bolfchewiki. Reue Attentate aus die Sowjetsregierung. Moskau, 22. Sept. Auf Mitglieder der Sowjetsregierung sind wieder Attentate e*= folgt, die neue Repressivmaßnahmen zurFolge haben. Neue Mederlage der Bolschewik;. Kiew, 22. Sept. Blättermeldungen zu­ folge hat die Freiwilligenarmee Armaoir im Kubangebiet im Sturm genommen. Tie Bolsche­ wiki fliehen nach Süden und Südosten. Ans Finnland. Renes aus Finnland. Helsin gsors, 23. Sept. Für den Em­ pfang des Königs und die damit in Verbindung stehende Schmückung dar Hauptstadt wurde ein besonderer Ausschuß gebikdet. — In derAlandsangelegenheit teilt die Regierung mit, daß sie den bereits vor einem Monat ernannten Bank­ direktor Tammelander als schwedischen Vize- AIS RllWd. - konsul aus Mand nicht anerkenne .Die Mittei' lung habe keinerlei Einspruch seitens des schweI dischen Gesandten hervorgerufen. l Tie finnische Königswahl. Nach einem Te­ legramm^ aus Helsingsors teilen die Mitglie­ der der aus Deutschland zurückgekehrten Ab­ ordnung, die dem Prinzen Friedrich. Karl von Hessen die finnische Königskrone angeboten ha­ ben, mit, der König werde unmittelbar nach der Abhaltung der Königswahl nach Helsing­ sors konmwn. . i &gt; A«S der Ukraine. ' | Ans der Ukraine. 1 Kiew, 23. Setzt. Nach Pressenachrichten Bestimmte der Verpflegungsminister Gerbet, daß überall da, wo die Grundbesitzer sich wei­ gern, den Ueberschuß des Getreides an das staatliche Getreidebüro abzutreten, zu Requi­ sitionen geschritten werden soll. ; Uns Minien. Tas Verfahren gegen die rumänischen ! Minister. 1 Bukarest, 22. Setzt. Ter parlamentari­ sche Untersuchungsausschuß in Jassy hat gestern nach mehrstündigem! Verhör dke Verhaftung des Oberstleutnants Staniceanu wegen Betrugs | und Fälschung angeordnet. Staniceanu war Kabinettschef des früheren Generalstabschefs Spaetran und des Chefs des Gr. Hauptquar­ tiers, General Jliescu. , ^ Ans neutralen Lindern. Das dänisch-amerikanische Haudelsabkom' f men. &gt; Stockholm, 23. Sept. Ter schwedische Minister des Aeußern erwartet von dem dä- jj nisch- amerikanischen H andelsabkoMmen, daß, es für Schwaden Ersparungen' vckn Schiffsraum mit stich bringen werde. Der Ueberschuß an dänischern Erzeugnissen, der Schweden zugute kom­ men 1 solle, werde boit den Warenmengen, die die Entente zugesagt habe, kn Abzug gebracht werden. ' r ( # &lt; Ser Kries zur See. ' 11 1 |E$t» K-hlerruot , r * | : nimimt in den Verbandsländern immer dro­ hendere Formen an. Ter CconoMist entwickelt lin einem längeren Aussatz die Gründe dafür und fordert die Bergleute sehr energisch, auf, wenigstens ihrerseits nicht noch weiter zum Rückgang der Kohlenförderung beizutragen. Ge­ gen die Wirkung des U-Bootskrieges, der den .Schiffsraum versenkt und die Arbetter durch die schlechte Ernährung minder leistungsfähig macht, kann aber selbst der bestgemeinte Aus­ satz und die energischste Forderung nichts ma­ chen. In Italien wächst die Kohlennot kri­ senartig aus. Tie Holzvorräte reichen schon lange nicht aus, den Bedarf zu decken. Der Verkxehr und die Heizung sind aus das atternotwendigste eingeschränkt. Ties alles schon im Sommer. Was wird der Mnter bringen? Wie krittsch die Lage ist, beweist der Umstand, daß neuerdings (wohlgemerkt iw Sommer!) eine Reihe von Munitionssabriken geschlossen wer­ den mußten wegen Kohlenmangels. Unter diesen Umständen bleibt im! Winter für den Hausge­ brauch so gut wie nichts übrig, wenn nicht ganz besondere 'Zufuhren nach Italien Tontinen. — TlWS-RMM Rücktvttt Tr. Helffertzchs als Botschafter. Exz. Helfferich, ist aus seinen Wunsch oon der Vertretung Deutschlands bei der Sowjetsregieruug entbunden worden und wkrd ausWunsch der Regierung seine frühere Ttäigkeit wieder aufnehmen. Das japanische ßohuttii, ist einer Reuter­ meldung zufolge, zurückgetreten. Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete.sich in Dresden. Tortsuhr der Lsip! ziger D-Zug dem haltenden Berliner D-Zug f</p>
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          <p>I Nr. 261 | Ter Tuntenhausetter Bauernverein hielt ' f am Sonntag sein 50. Stiftungsfest. Der erste Vorstand Pfarrer Gasterg er von Moosach, be­ sprach. die derzeitige Lage, lvobei er betonte, , aus die Ablehnung der österreichischen Note i könne man nur mit Hindenburg antworten: Teutsches Volk, werde hart. Er ging dann scharf gegen die Schwätzer und Hetzer, Miesma­ cher und Bauchwehpolitiker vor und meinte, I wen es gelüste, die Dummheit der Parlamenö tartsierung in Berlin mitzumachen, brauche s nur nach Rußland zu schauen. Mit einer An- spielung auf Erzberger meinte der Redner, 1 das deutsche Volk verlange von den gewählten : Abgeordneten, daß sie etwas besseres tun als Minister stürzen, daß, sie sich! um die Kriegsgesellschasten und um die Dividendenschinderei ■ der Industrie kümmern. Die Abgeordneten sei­ en nicht nach Berlin geschickt, damit sie ihr eigenes Süpplein kochen und im neutralen Aus­ land und in anderen Ländern auf Staatskosten herumreisen. Als Hauptgrund unserer &gt;.Evnährungsschwierigkeiten bezeichnete er den Schleichhandel und das Hamstern. Tie Schuld trage aber unsere Regierung, die sich! vor der Münchner Straße gebeugt und den Hamster­ erlaß wieder aufgehoben habe. Er forderte die Bauern eindringlich auf, den Hamstern und Schleichhändlern nichts zu geben. Regierungsv rat Popp von Aibling zollte der Landwirtschaft ^Anerkennung für dfe im Kriege geleistete Argjbeit, lvährend Feldgeistlicher Sigl die Stim­ mung an der Front schilderte, die zähe Ent­ schlossenheit der Soldaten zum Ausharren. Die Jngolstädter Ausschreitungen vor dem Jugendgericht. Das Jugendgericht bei der Strafkammer des Landgerichtes Eichstädt be­ schäftigt sich seit dem 24. August Mit den Jngolstädter Ausschreitungen. Von den 68 Angeklag­ ten sind zivei krankheitshalber am Erscheinen verhindert gewesen. Das Jttrteil lautet wie folgt: Von den Angeklagten wurden zwei freigespro­ chen, die übrigen wurden in Gefängnisstrafen genommen. Gegen 2 Angeklagte wurden je 4 Jahre, gegen drei je ein Jahr Gefängnis aus­ gesprochen. Die übrigen Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen in Höhe von vier Wochen bis zu neun Monaten verurteilt. &lt;£itt&lt; wettere Besteuerung der Fleischspei­ sen im den Münchener Gastwirtschaften steht in­ folge einer neuen Bestimmung der Bayerischen Fleischversorgungsstelle, welche die Münchener Gastwirte aus den Fleischbezug durch die Metz­ germeister Venveist, in Aussicht. Durch diese Vorschrift, von der etwa 200 Wirte betroffen werden, wird das alte Herkommen, das den Wirten unmittelbaren Fleischbezug aus dem Schlacht- und Viehhos gestattete, beseitigt und das Pfund Fleisch für die Wirtschaften um 31 Pfg. verteuert. Der stöbt. Lebensmittelaus schuß hat gegen diese Anordnung bekanntlich beim K. Staatsnnnisterium des Innern als Oberaussichtsbehvrde Beschwerde erhoben und der Bah. 3nm3ntcrcffcntcn aaPDODonanoooDnonaaaaaoa ist der Mensch heute geworden, so klagt mit Recht Walther Rathenau. Selbst die Par­ teibildung vollzieht sich heute mehrc u. mehr von dem Gesichtspunkt persönlichen Interesses aus. Das Großkapital sowohl wie der Arbeiterstand haben sich in ihren Orgarnisationen einen stetsbereiten Vorfechter ihier Interessen geschaffen. Der Mittelstand, das Aschenbrödel unserer sozialen Gesetzgebung, steht hievte hilflos allein in dem Sturm der Geschehnisse,, der ihn zu vernichten droht. Ungeheuer sind die Lasten, die des Bürgers, Beamten, Handwerkers heute harren. Nur das feste Zusammengehen dieser Mittelklassen, die noch immer das Rückgrat des Staates gebildet haben, können sie vor dem äußersten bewahren. Eine stcarke Presse, die ferne von großstädtischen Sondierintereffen der Eigenart des Mittelstandes zu wahren und zu schützen geeignet ist, tut ihm Not. -Diese Aufgabe hat vor Allem biie Provinz­ presse zu erfüllen. | Man abonniere umgehend! auf den "Kurier für Niedervayeru" bei allen Postanstalten, bei unseren Trägerinnen, sowie in unseren Expeditionen. I Der Bezugspreis beträgt vierteljährig Mk. L80 ohne Zustellgebühr. Durch die Post Mk. 2.10 ohne Zustellgebühr. Träger­ lohn 50 Pfg. im Vierteljahr, 20 Psg. im Monat. i 1 Gastwirteverband erhob bei der FleischversovgungssteNe Einspruch!. Das Mnissterium wies die Beschwerde ab und die Baheriische Fleisch­ versorgungsstelle hielt die Verfügung aufrecht. Tie Wirtevereinigungen beschlossen, die An­ gelegenheit bis zum äußersten weüter zu ver­ folgen und auch der stöbt. Lebernsmittelausschuß, befaßte sich. mit der Sache totoeiter in ge­ heimer Sitzung. Wie verlautet, trtntt der prin­ zipielle Beschluß nunmehr am 15.5. Oktober in Kraft. Tie magistratischen AusrssührungsbestimMungen hierzu werden demnäröchst erlassen werden. ■' Zwei Flieger abgestürzt sinnd außerhalb von Grasenwöhr. Flugzeugführer: und Beglei­ ter sind tot. — Ein weietres Wlugzeug mit zwei Insassen der Fliegerersatzabtteilung Lechseid stürzte in der Nähe der Hsiunstetter Ge­ meindewaldung ab. Beide Flieger' waren sofort |töt. , , I 1 ' i i " II , 1 {</p>
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          <p>A. O Erlebtes und Erlauschtes. Verlag: Wiedemannsche Druckerei A.-G. Verlag, Saalfeld, Thüringen, Preis 3 Mark. Der bekannte Satiriker plaudert in seinem dritten Band der mit so vielem Bcikall aufgenomme­ nen Jndiskretionen-Bände wieder so herzerfrischend, daß der Leser kaum aus dem Lachen herauskommt. Wer wirklichen Humor lesen will, lause sich tue Bände. 2te JMtftrierK Kriegs.Ehrsntt des $*. heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug r sie folgt den Ereignissen q«. rabe&amp;u aus dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Ehronikstil die Ereig. Nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist «S also später einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen. (Verlag von Velhagen und Kla« fing in Bielefeld und Leipzig. Kreis des Hef­ tes 60 Pfg.) i , i i i</p>
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          <p>"Warum haben Sie Ihren Einfluß auf Ottokar denn nicht zugunsten meiner Kinder geltend gemacht? . Sie haben seine Heirat'mit der anderen befürwortet?" "Das eben habe ich! nicht getan — Ms Bin dagegen gewesen! Ich kannte Lella Flotmann —' und die Folgen haben mb auch Recht gege­ ben." I 1 ' "Ja, ich weiß eS — die Ehe ist picht glück­ lich!" sagte Zrau Berger triumphierend. i "Mutter!" rief Lori errötend, sich'habe dir davon gesprochen." i "Tu brauchst dich nicht zu entschuldigen, meine Lora," bemerkte Rüdiger, "aber betwec Mutter ist es nicht zu verzeihen, daß sie dich als Spionin, als Werkzeug benutzt hat." "Herr Graf," fuhr Frau Maria auf. "Ist es denn nicht so? Ihre ahnungslose Tochter ließen Sie als Erzieherin in eine Fa­ milie gehen, für die Sie größtes Interesse haben." - i » i i : "Nun ja, toarum soll ich das leugnen? Ich habe ja auch erfahre», daß Ottokars Ehe unglücklich, war. Daß er Iwei Kinder verloren hat, darunter den Sohn und Erben — ich erkenne Gottes Hand darin! Er hat seine beiden ältesten Kinder verleugnet!" Ein un­ heimliches Feuer Aühte in ihren Augen. Lori fühlte ihr Herz beben in Angst und Schnecken. ■ 1 "Nein, Mutter — so darfst du nicht denken!" ; » "Ah, man hat schon verstanden, dich zu verlockend 1 "Nein, gnädige Frau! Aus Lora spricht nur ihre Gerechtigkeitsliebe! Und sie soll von ihrem Vater, der ein unglücklicher, schwacher Mann ist, nicht schlecht denken - sie soll wissen, daß er ausreichend für ihren Bruder und sie hat sorgen wollen, dgß man aber alles zurückgmiefen Hat." ( "Ja, lieber hätte ich, durch Betteln mein Brot für euch verdient, ehe ich nur einen Pfennig von Allwördens genommen hätte!" stieß Frau Maria Arischen den Zähnen Hervor. Lori weinte leise in sich, hinein. Sie hatte noch nicht ganz ersassen können, was betäu­ bend über sie hereingebrochen — dumpf fühlte sie das Unheil in ihrer Nähe lauern. Wäre nur Erich erst da! Von ihm, von seiner Hilfe erwartete sie alles. &gt; Und der, an den sie dachte, kam jetzt am Fenster vorüber, blieb stehen und spähte "hin­ ein. r "oSri," rief er, "da bist du schon, und ich bin dir ein ganzes Stück entgegen gegangan!" i 1 1 - 1 Sie eilte hinaus, ließ ihm kaum Zeit, sie zu begrüßen. ' Er sah ihre tränenüberströmten Wangen. 1 I 1 &gt; ' "Lori, was ist denn schon wieder?" Sie antwortete nicht, zog ihn hinein ins ZimMvr. 1 1 1 "Rüdiger, hier ist Erich." ^ &gt; Ter Legationsrat sah den 'jungen Forst­ mann scharf und prüfend an. Die fast schreck­ liche Aehnltchkeit mit Ottokar frappierte ihn wie hatte die Natur sich wiederholt! Nur trug Erichs Desicht einen Ausdruck von Energie, säst Härte, der dem seines Vaters fehlte. Und Rüdiger fühlte den Neffen sich! wesensverwandtz; auf dem ersten Blick flößte er ihM eine tiefe Sympathie lein. Er glaubte, in IHM den fünf­ zehnjährigen Knaben wiederzuerkennen, der sich damals!so stolz und tapfer zur Mutter bekannt! — Sein Bruder brauchte sich dieser Kinder aus erster Ehe nicht schämen — er konnte stolz aus sie sein! i Rüdiger streckte Erich, der den eleganten Herrn verwundert anblickte, die Hand entgegen. "Sie sind also Erich, der Bruder meiner geliebten Nora? Und ich bin Rüdiger Allwör­ den." I • . »j.'.'/t - (gortfelung fölflt ] ■'</p>
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          <p>Stadttheater. Am Sonntag eröffnete Direktor Tr.'Quedenseldt die neue Theaterspielzeit mit Ofienbachs komischer Operette "Orpheus in der Un­ terwelt". Unter den Parodien nimmt dieses Werk sowohl textlich wie musikalisch einen der ersten Plätze ein. Die Handlung Hält sich an die Glucksche Oper und verulkt die Sage von der Wiedergewinnung der durch Pluto geraub­ ten Gatttn des göttlichen Sängers, der die dem Tode geweihte Eurhdice aus Acherons Gesta­ den ins Leben zurückführen will. Zu den bil­ derreichen Geschehnissen liefert Meister Ofsenbach eine originelle, parodisttsche Musik. Feiner Humor wechselt Mit Mistiger Komik und gibt dem Tonsetzer reichlich Gelegenheit, feine Me­ lodien schätze in köstlichen Einfällen zu ent­ falten. j Herr Kapellmeister Rudolf Bader hätte der schmissigen, quecksilbrigen Musik bedeutend mehr Temperament geben müssen, uw bje ver­ schiedenen Feinheiten dem Ohre näher zu brin­ gen. Der Mangel an Orchasterprvben macht sich gerade bei der musikalisch wertvollen Ope­ rette stark fühlbar und war schon bei der Einleitung-musik unschwer herauszufinden. Der den einzelnen Gesangsnummern sonst traditio­ nell anhaftende Applaus klang deshalb manchjtnas etwas dünn. Die Inszenierung des Wer­ kes durch Herrn Dr. Luedenfeldt stand jedenrwri ■ falls bedeutend über der musikalischen Wieder­ gabe. Frau Carola Galster-Quedenseldt a. G. bot mit ihrer Eurhdice eine vollwertige künst­ lerische Leistung und ließ auch in ihren geschmackvoll angewendeten StiMmitetln Qua­ lität erkennen. Als Aristeus-Kluto besitzen wir in Herrn Dr. Duedenseldt stimmlich wie dar­ stellerisch einen ausgezeichneten Vertreter. Dip! übrigen Mitwirkenden traten neben den er­ wähnten Künstlern wenig hervor. Ein ab­ schließendes Urteil Mer sie zu fällen, dürste für spätere Vorstellungen vorbehallen sein, wenn das ZusamMenspiel fortgeschrittener er­ scheint. Das sttmMliche Manko für den Jupiter suchte Herr Sadek durch drastische Komik zu decken, doch mißte Man eben die Männerstimme namentlich in dem Fliegenduett jm 3. Pilde mit Eurhdice ebenso, wie die Drastik ungerne entbehrt hätte. Marie Mikulska (Diatzg) und Georg.Weigls gut gezeichneter Orpheus stehen vom Vorjahre noch, in LuteM Gederiken. Ein Regiemißgriff war die Besetzung der kösllichen 'Styxfigur mit Herrn Mars, der dieser dank­ baren Rolle fast nichts zu geben wußte und ohne die Übliche Maske den apathischen See­ lenhüter wirkungslos vorübergehen ließ; der Theaterzettel hatte den Prinzen ml. Herrn Weigl viel richtiger vorgesehen. Das Publi­ kum fand sich, zur Eröffnungsvorstellung äu­ ßerst zahlreich! ein. Am Dienstag wird das Schau sp relpersonal in Sudermanns "Schmetterlingsschlacht" erstmals präsentieren. ( i Hg- '</p>
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          <p>Die Fraktionsberatungen im Reichstag. Das "Minimalprogramm" der Sozialdemokratie. — Fortdauer der Kämpfe in Mazedonien und Palästina.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Rücktvttt Tr. Helffertzchs als Botschafter. Exz. Helfferich, ist aus seinen Wunsch oon der Vertretung Deutschlands bei der Sowjetsregieruug entbunden worden und wkrd ausWunsch der Regierung seine frühere Ttäigkeit wieder aufnehmen. Das japanische ßohuttii, ist einer Reuter­ meldung zufolge, zurückgetreten. Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete.sich in Dresden. Tortsuhr der Lsip! ziger D-Zug dem haltenden Berliner D-Zug f Rn 261 in die Flanke. Die Ursache ieß Unfalls scheint Uebersahren des Signals zu sein. Nach den letzten Feststellungen wurden 32 Tote und 28 Schwerverwundete und eine ,große Anzahl Leichtverletzter gezählt. '</p>
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          <p>Mainburg, Z3. Sept. (Abgängig.) Seit 8. ds. Ms. War das 6 Jahre alte Mädchen He­ lene der verwitweten Taglöhnerin Veronika Hollerauer in Mainburg abgängig. Am letzten Freitag wurde das Kind von einer Dienstmagd tu der Jauchegrube des Hausherrn der Holler­ auer als Leiche gesunden. Wie anzunehmen ist, ist das Kind vom Abort aus in die Grube gefallen und hat dort den Tod gesunden. i Birnbach, 20. Sept. (Eisenbahnunfall.) Infolge Achsbruches entgleiste, wie die k. Eisen­ bahndirektion Regensburg mitteilt, amt 19. ds. der Güterzug 84 bei Kilometer 53.6 zwischen Birnbachs und Anzenkirchen. Verletzt wurde niemand; die Strecke ist gesperrt. Ter Perso­ nenverkehr wird durch! Umparkierien ausrecht erhalten. f 1 ; Biechtach, 22. Sept. (Ehrvergessene Wei­ ber.) Das K. Bezirksamt Viechtach gibt be­ kannt: An den Pranger werden wegen Ge­ schlechtsverkehr mit Kriegsgefangenen gestellt nachstehende ehrvergessene Weibspersonen: Gail Katharina, Schuhmacherssrau in Kaikenried (2 IMonate Gefängnis), Maurer Maria, Häus­ lerstochter in Obermühle, Gde. Prackenbach (1 Monat Gefängnis), Hirtreiter Mtrig, Magd in Einweging (70 8U. Geldstrafe). Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Personen zum Lesen, Abschreiben oder Verviel­ fältigen aus der Hand geben. Es ist den Agen­ ten unserer Feinde ein Leichtes» Angaben von nfilitärischem Wert aus solchen Schriftstücken zu gewinnen und MM Schaden der Landesver­ teidigung ins Ausland weiter zu leiten. Wer darum nicht dolle Gewißheit besitzt, daß jeder Mißbrauch ausgeschlossen ist, möge seine Ma­ nuskripte verschlossen einer amtlichen Stelle in Verwahrung geben und das Ausleihen und Abschristnehmen aus die Zeit nach denk Kriegs verschieben. ' ’ —* Eine allgemeine Arbeiter- u. Arbeiterinnen-Versammlung ver­ anstaltete am letzten Sonntag timl Leiderersaale das Ortskartell der christlichen Gewerkschaften von Landshut und Umgebung. Herr Landrat Funke-München sprach über die Lage des Avbeiterstandes in Gegenwart und Zukunft. Er wies aus die allgemeine Verschlechterung der Lebenshaltung hm, die heute noch nicht voll zum Ausdruck komme, da wir noch imwer von den Vorräten früherer Zeiten zehren. Er gei­ ßelte die Auswüchse der Kriegszett, vor allem die Handlungsweise jener, die int Bettelrock und in Lackstieseln die Not des Volkes ausgebeutet Haben und noch ausbeuten. Er stellte dann die Preise der Friedenszeit den jetzigen in dem zum Leben erforderlichen Dingen gegenüber. Die öffentliche Moral und das öffentliche Ge­ wissen ist heruntergefunken. Die Organisatio­ nen haben den Kamps dagegen bereits ausge­ nommen. Der Redner beleuchtete dann die Zeit nach dem Kriege, das Zurückfluten der Millionen aus dem Felde» für die Arbeit gefchassen werden müsse, Sie Umstellung der In­ dustrie aus Friedensbetrieb, Abbau der Frauen­ arbeit etc. und meinte, es fei dringend notwen­ dig, daß die Arbetterschast dieser Zeit in straf­ fer Organisation entgegengehe, da sie sonst die Zeche bezahlen müsse. Er lud hieraus die An­ wesenden ein, den christlichen Gewerkschaften beizutreten, die jedem seine Ueberzeugung nach der polittschen und religiösen Seite lassen. Be­ zirks sekretär Rott verbreitete sich dann über! Erfolge der christl. Gewerkschaften zur Besser­ stellung der organisierten Arbeiterschaft Und forderte ebenso wie schon sein VorrÄmer be­ sonders die Arbeiterschaft der Lattdshuter Bis­ kuit- und Keksfabrik zum Beitritte auf. y Stadtthrater. Am Sonntag eröffnete Direktor Tr.'Quedenseldt die neue Theaterspielzeit mit Ofienbachs komischer Operette "Orpheus in der Un­ terwelt". Unter den Parodien nimmt dieses Werk sowohl textlich wie musikalisch einen der ersten Plätze ein. Die Handlung Hält sich an die Glucksche Oper und verulkt die Sage von der Wiedergewinnung der durch Pluto geraub­ ten Gatttn des göttlichen Sängers, der die dem Tode geweihte Eurhdice aus Acherons Gesta­ den ins Leben zurückführen will. Zu den bil­ derreichen Geschehnissen liefert Meister Ofsenbach eine originelle, parodisttsche Musik. Feiner Humor wechselt Mit Mistiger Komik und gibt dem Tonsetzer reichlich Gelegenheit, feine Me­ lodien schätze in köstlichen Einfällen zu ent­ falten. j Herr Kapellmeister Rudolf Bader hätte der schmissigen, quecksilbrigen Musik bedeutend mehr Temperament geben müssen, uw bje ver­ schiedenen Feinheiten dem Ohre näher zu brin­ gen. Der Mangel an Orchasterprvben macht sich gerade bei der musikalisch wertvollen Ope­ rette stark fühlbar und war schon bei der Einleitung-musik unschwer herauszufinden. Der den einzelnen Gesangsnummern sonst traditio­ nell anhaftende Applaus klang deshalb manchjtnas etwas dünn. Die Inszenierung des Wer­ kes durch Herrn Dr. Luedenfeldt stand jedenrwri ■</p>
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          <p>Vermischtes. Ein englischer Geistlicher über deutsche ; Gxftmsemenbeharwtuug. 1 ,Ueber einen Besuch bei englischen Ge­ fangenen in Antwerpen berichtet H. S. T. Gahan, enMscher Kaplan in Brüssel: "Ich wurde vom Chefarzt des Lazaretts sehr freund; kich empfangen und alsbald zu einigen Eng­ ländern geführt, denen man freien Zutritt zum! Vorzimmer des Bureaus des Chefarztes ge­ stattete. Nachher konnte ich die Messe der eng­ lischen Offiziere besuchen und fand da sieben oder acht Herren beim Nachtmahr; ich wurde herzlich empfangen und unterhielt mich mit ihnen in angenehmer Weise. Sie &lt; erklärten aus eigenem Antrieb, daß sie sich wrchhl fühlen und gut genährt und gepflegt Werdern. Mt der bereitwilligen Zustimmung des Mrztes'durfte ich noch einen Gottesdienst für den nächsten Morgen vorbereiten. Ich, erfuhr, daß sich in den Baracken über achthundert Leute befinden, und daß der deutsche Arzt eifrig beschäftigt war, Verzeichnisse mit genauen Angaben über jeden Mann auszufertigen, um sie zur Beruhigung von Verwandten und Freunden nach&gt; England zu senden. Von diesen achthundert Mann war ein Keiner Teil krank und eine Anzahl verwun­ det. Tie ernsten Fälle wurden dem Lazarett überwiesen, wo man ihnen noch bessere Pflege bieten konnte. Am. folgenden Morgen hiett ich, Gottesdienst in der Kantine des Lazaretts ab. Ein Orchester von sechs Leuten spiette die- Hymnen schön, und der Gesang war prächtig. " i 1 I Tie Mehrzahl der Leute schien froh und mutig und meistens gesund zu sein. Sergeant Taylor (Engländer) führt« mich, durch die Höfe, wo sich viele Erkrankte befanden, aber kein Schwerkranker. Ter Dolmetscher zeigte mkr die Ansänge einer Bibliothek, für welche Bücher dringend erwünscht wären. Ter Chefarzt, ein kluger und freundlicher Herr, tut sichtlich seine Arbeit mit Freude und bemüht sich um das Wohl der ihm Unterstellten Leute. Mein all­ gemeiner Eindruck war, daß die deutschen Be­ amten des Lazaretts gewissenhaft und sorg* i sam sind, und daß unsere Leute mit ihnen harmonisch zuM ZLohle aller mitarbeiten. Tie großen Baracken sind gut eingerichtet und ha­ ben das nötige Zubehör. Das Leben kann nicht luxuriös fein, aber für wesentliche Bedürfnisse ward gesorgt, und die Leute scheinen sich im allgemeinen wohl zu befinden. Ter Chefarzt zeigte mir das lange Programm eines neulich, von den Leuten gegebenen Konzertes. Schließ­ lich, nahm ich Abschied von unseren Mann­ schaften und Offizieren mit einem herzlichen "Aus Wiedersehen" und erhielt eine herzliche Einladung vom Chefarzt, nach Belieben wie­ derzukommen." Hierzu vergleiche man die gehässigen und verleumderischen Aufiätze in englischen Zei­ tungen Wer angeblich! unwürdige Behandlung der Kriegsgefangenen in Deutschland. Wan vergleiche aber auch die sich. täglich häufenden einwandfreien Meldungen Wer die furchtbaren Leiden und Roheiten, denen unsere Braven in England ausgesetzt sind. Der Bericht des eng­ lischen Geistlichen zeigt klar und deutlich, daß trotz vierjährigen Krieges, trotz unerhörtes Greuel aus fetten unserer Feinde, Menschlich­ keit und Nächstenliebe dem Teutschen nicht ver­ loren gegangen sind. i</p>
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          <p>Letzte Posten. ! Btene HM3*io«ta|o%e. ' WTB. Berlin, 33,Sept. (Amtlich.) Aus dem Mittelmeerkriegsschauplatz versenften un­ sere U-Bvpte 30 000 Schiffsraum, darunter einen französischen Truppentranspvrtdampser in der Nähb der französischen 'Küste. Ter Chef des Admiralstzrb^ der Wartn». , ! Die sozialdemokratischen Kotierungen. Ser Un, 23. Sept. Alle Fraktionen des Reichstags hielten gestern im Hinblick auf den heutigen Zusammentritt des HauptausschHfses Sitzungen ab. Bevor heute vormittags der Hauptausschuß zusamjmentritt, um eine ErAchrung des Kanzlers entgegenzunehmen, wird die Zentrumssrccktion nochmals eine Sitzung abhalte», von dev eine endgiltige Entscheidung Wer ihre Stellungnahme erwartet wird. In­ zwischen sind auch die Bedingungen bekannt ge­ worden, welche die Sozialdemokraten für ihren ; Eintritt in die Regierung stellen. Sie fordern ' u. o. uneingeschränkte Bekenntnis zu der Ent­ schließung des Reichstages vom 19. Juli 191-7 mit der Bereitschaftserklärung, einem Völker­ bünde beizutreten, der auf der Grundlage der friedlichen Regelung aller Streitfragen und der allgemeinen Abrüstung beruht, vollkomme­ ne einwandfreie Erklärung Wer die belgische Frage, Wiederherstellung Belgiens, Verständi­ gung Wer Entschädigung, ebenso Wiederherstel­ lung Serbiens und Montenegros. Tie Frie­ densschlüsse von Brest-Lttowsk und von Bu­ karest dürfen kein Hindernis für einen allge­ meinen Friedensschluß sein. Autonomie ElsaßLothringens, allgemeines und gleiches, gehei­ mes, unmittelbares Wahlrecht für alle deut­ schen Bundesstaaten. Der preußische Landtag ist auszulösen, wenn nicht das gleiche Wah'lrecht aus den Beratungen des Herrenhausaus­ schusses hervorgeht. Die Polittschen Veröffent­ lichungen der Krone und der Militärbehörden sind vor ihrer Veröffentlichung dem Reichs­ kanzler mitzuteilen, Beseitigung aller militäri­ schen Institutionen, die der politischen Beein­ flussung dienen. ~ Der "Vorwärts" schreibt, daß es sich hier nur um ein Minimalprogramm handle. 1 Bulgarien hat nun ebenfalls auf feie öftere. Friedensnote geantwortet und sich bereit erklärt, Delegierte zu der oorgeschlagenen Besprechung zu ent­ senden.</p>
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